Erich Kästner-Schule - Kooperative Gesamtschule
Erich Kästner-Schule - Kooperative Gesamtschule

 

Die 2. Fremdsprache

Wir beginnen ab Klassen 7 mit der Einführung der 2. Fremdsprache.

Französisch

 

Mit der Umstellung von G8 auf G9 wurde für das Fach Französisch im Schuljahr 2013/14 die neueste Ausgabe des Lehrwerkes Dècouvertes-Sèrie bleue für die 7. Klassen eingeführt. Außerdem wurde zur Einstiegserleichterung in die 2. Fremdsprache ein Extra-Förderkurs ab dem 2. Halbjahr für die 7. Klassen eingerichtet.

 

In unseren Haus besteht für die Schüler die Möglichkeit der Teilnahme an der externen DELF-Prüfung am Institut Francais in Mainz. Die Schüler werden neben dem regulären Französischunterricht auf diese Prüfung vorbereitet. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, sich auf Prüfungssituationen vorzubereiten und zudem ein staatlich anerkanntes französisches Sprachdiplom zu erwerben.

 

Seit 2002 nehmen die 8.Klassen an einem Drittort-Begegnungsprogramm teil, das jährlich abwechselnd in der Bretagne/Frankreich oder in Schliersee/Bayern stattfindet. In dieser Woche arbeiten rund 50 französische und deutsche Schüler gemeinsam im Tandemverfahren, um das Erlernen der jeweiligen Partnersprache in der direkten Begegnung mit den Austauschpartnern durch Sprachspiele, landeskundliche Betrachtungen und Sport lebendig zu erfahren.

 

In der 10. Klasse ist weiterhin vor dem Wechsel in die Oberstufe eine Abschlussfahrt in den Süden Frankreichs geplant, um die erworbenen Sprachkenntnisse des Französischen zu vertiefen. Diese Möglichkeit ist auch dem Umstand zu verdanken, dass seit dem Schuljahr 2014/15 zum ersten Mal in der Geschichte der EKS eine Französischklassse - und parallel dazu eine Lateinklasse- entstanden ist.

 

All unsere Sprachaktivitäten im Französischunterricht orientieren sich an dem Motto "Vive le couple franco-allemand", um die deutsch-französische Freundschaft innerhalb Europas zu stärken und dem Geist und Ziel des Elysèevertrages gerecht zu werden, indem möglichst vielen Schülern die Freude am Erlernen der Sprache des Nachbarlandes vermittelt werden soll.

 

Latein

Der Lateinunterricht beginnt wie der französische in der 7. Klasse des Gymnasiums mit fünf Stunden und setzt sich mit vier Stunden in der 8. und 9. Klasse fort. In der 10. Klasse wird das Fach der Stundentafel für das Gymnasium gemäß nur noch dreistündig unterrichtet, weshalb die Lektüre der Originaltexte in dieser Klasse in der Regel auf zwei Autoren beschränkt ist.
Als modernes Lehrwerk hat sich Prima nova mit seinen Begleitmaterialien bewährt und die SuS stehen nicht unter starkem Zeitdruck, die lateinische Grammatik im Eilverfahren zu erlernen. Es bleibt genug Zeit, Nichtverstandenes zu wiederholen bzw. neu zu lernen, eben auch in Förderkursen.
Naturgemäß interessieren sich die SuS für Exkursionen  in den lateinisch-römischen Kulturkreis. Wir unternehmen jedes Jahr wenigstens einen Tagesausflug, z. B. ins Pompejanum nach Aschaffenburg oder  in das Römer-Kastell Saalburg. Das römische Mainz wurde im Rahmen der Projektwoche besichtigt. In der 8. Klasse ist eine mehrtägige Fahrt nach Trier vorgesehen, die ein Highlight des gesamten Lateinunterrichts darstellt. Besuche diverser Ausstellungen zur Antike, v.a. in Mannheimer oder Frankfurter Museen, sollen das Programm abrunden.

Warum sollte man Latein lernen?
Latein war Jahrhunderte lang Weltsprache und ist die Mutter aller Romanischen (lat. Romanus: römisch) Sprachen, wie z.B. Fr, It, SP, d.h., das Vokabular (lat. vocabulum: Benennung) dieser Fremdsprachen ist mit Lateinkenntnissen leichter erlernbar; über 60 % auch des englischen Wortschatzes stammen aus dem Lateinischen , etwa ebenso viele deutsche Fremdwörter sind daraus ableitbar  (vgl. lat. insistere, engl. insist dt. insistieren, bestehen auf). Der Schüler erweitert auf jeden Fall seinen deutschen Wortschatz. Gerade weil Latein Welt- und Gelehrtensprache war, sind ein Großteil der Texte aus dieser Zeit auf Lateinisch geschrieben. Latein ist also unerlässlich für eine solide (lat.: solidus: fest, gediegen, wesentlich) historische und literaturwissenschaftliche  Beschäftigung mit dieser  Epoche; übrigens ist eine große Zahl lateinischer Texte, v.a. der Spätantike und des lateinischen Mittelalters, nicht übersetzt, weshalb das Argument (lat. argumentum:  Grundbedeutung: das, was die Kraft hat, etwas zur Veranschaulichung zu bringen; der wahre Inhalt), man könne sich Übersetzungen bedienen, nicht absolut (lat. absolvere: loslösen, das heißt aus dem Kontext gerissen, lat. contexere: zusammenweben,-knüpfen) zu überzeugen vermag.
Neben der Verbesserung ihrer Ausdrucksfähigkeit sollen die Schüler eine kritische Distanz (lat. distare: dem Ort und der Zeit nach getrennt oder entfernt sein) zur Sprache und ihren Ausdrucksformen erreichen und halten, d.h. zu ihrer eigenen Sprache in Wortwahl, sprachlicher und sachlicher Richtigkeit und den Ausdrucksformen der Sprache selbst. Am Ende der Mittelstufe beginnt die Originallektüre (lat. origo: Ursprung, lat. legere: lesen) von Werken verschiedener literarischer (lat. littera: Buchstabe, Pl. Schrift) Gattungen, wie Fabeln (lat. fabula: Geschichte, Erzählung, Theaterstück) (Phädrus), Reden (Cicero), Dichtung (Horaz, Vergil), v.a.  Liebesdichtung (Catull, Ovid), Briefe (Plinius über den Vesuvausbruch 79 n. Chr., Seneca, ethisch-philosophische Themen), Geschichtswerke (Caesar, Sallut, Tacitus), Epigramme (Martial) u.a.  Die Werke dieser Autoren (lat. auctor: Urheber, Autor), der so genannten Klassiker (lat. classicus: mustergültig, klassisch), gehören zum europäischen Kulturgut, das heißt sie wurden in alle europäischen Sprachen übersetzt, interpretiert (lat. interpretari: auslegen, erklären) und ihre Themen vielfach kunstvoll variiert (lat. variare: abwechselnd machen). Will ich Shakespeares „Romeo und Julia“ gründlich würdigen, muss ich „Philemon und Baucis“ von Ovid kennen. Hierher gehören auch die griechisch-römischen Götterszenen und Darstellungen in Malerei und Plastik auf der ganzen Welt.  
Die Schüler sollten durch Lektüre auch lernen, das Nachgeahmte vom Originalen und Originellen, den Kopisten und begabten Anempfinder vom schöpferischen Dichter zu unterscheiden. Neben dem Deutschunterricht hilft der Lateinunterricht dazu. Die genannten antiken (lat. antiquus: alt) Autoren waren und sind in manchen Fällen noch normsetzend und formgebend. Moderne (lat. modernus: neu, neuartig) Lyrik ist freilich vielfach etwas Anderes; ob ein freier Rhythmus oder metrisch ungebundene Sprache von dichterischem Tiefsinn oder künstlerischem Unvermögen zeugt, mag von Fall zu Fall entschieden werden...

Kurz: Es gibt wohl kein reguläres (lat. regula: Regel) Schulfach außer Altgriechisch, das ein so breites Bildungsangebot bietet wie Latein.

 

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