Innovative Lösungen für den Alltag

Beim Regionalentscheid von „Jugend forscht“ kommen mehrere Lampertheimer Projekte eine Runde weiter. (Von Helmut Kaupe, BÜZ)

Die Gewinner des Regionalentscheids Hessen Bergstraße von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ stehen fest. 41 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Bergstraße und dem Odenwaldkreis hatten am Samstag unter dem Motto „Schaffst Du!“ insgesamt 23 Projekte aus den Fachbereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik am BASF-Standort Lampertheim vorgestellt. Davon konnten neun Projekte eine Expertenjury aus Wirtschaft und Bildung mit ihren kreativen Forschungsideen überzeugen und werden die Region bei den Landeswettbewerben Hessen in Kassel („Schüler experimentieren“ am 27./28. März) und in Darmstadt („Jugend forscht“ am 2./3. April) vertreten. Auch bei der 55. Wettbewerbsrunde beschäftigten sich die Jungendlichen mit naturwissenschaftlichen und mathematischen Phänomenen, suchten nach innovativen Lösungen für den Umweltschutz und entwickelten technische Erleichterungen für den Alltag. Bei der Siegerehrung zeigte sich BASF-Standortleiter Hartmut Staatz von den Leistungen begeistert, die von den jungen Menschen selbstbewusst und kreativ vorgestellt wurden. „Bildung ist der Schlüssel für den persönlichen Erfolg jedes Einzelnen und für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, lautete sein Fazit anlässlich der inzwischen sechsten Veranstaltung am BASF-Standort Lampertheim. Bei der Preisverleihung durch Wettbewerbsleiterin Eva Melanie Eberhardt vom Staatlichen Schulamt Heppenheim durften sich die Schüler über Fachgebiets-, Geld- und Sonderpreise freuen. Aus dem südhessischen Ried waren Schüler vom Lessing-Gymnasium Lampertheim mit zwei sowie von der Erich-Kästner-Schule Bürstadt mit vier Projekten vertreten. Den ersten Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik schaffte das Projekt „Smartphone–Detox als Wundermittel für die Leistungsfähigkeit?“, bei dem die Lessing-Schüler Lucas Guttensohn und Tanja Mörstedt den Zusammenhang der an einem digitalen Gerät verbrachten Zeit und der allgemeinen Intelligenz, das heißt die Grundgrößen Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Merkspanne, untersuchten. Die EKS trat bei der 55. Wettbewerbsrunde ausschließlich in der Kategorie „Schüler experimentieren“ für Schüler unter 15 Jahren an. Im Fachbereich „Arbeitswelt“ gilt Laurin Wiedemann schon als „Alter Hase“, da er bereits zum vierten Mal an diesem Wettbewerb teilnimmt. Seinem Beitrag „Kunststoffe: Zu wertvoll zum Verbrennen. Rohstoff statt Abfall durch Sorten reine Trennung“ liegt die Idee zugrunde, sortenreine Kunststoffe wieder zu verwenden. Am Beispiel von Zahncremetuben werden zukunftsweisende Trenntechniken erprobt. Die Jury honorierte sein Projekt mit einem zweiten Platz. Der „Klimatisierte Fahrradsattel“ der Schülerinnen Anne Alföldi, Nina und Laura Zieglschmid erreichte im Fachbereich „Arbeitswelt“ den dritten Platz. Sie untersuchten die Möglichkeit, wie der Sattel ihrer Räder – ob im Sommer oder im Winter – immer eine optimale Temperatur haben kann.

Thorbjörn Schiffner machte sich darüber Gedanken, dass viele Menschen auf der Welt über kein sauberes Trinkwasser verfügen. Sein Projekt „Nitrat, das große Problem in Trinkwasser?“ beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, Nitrat mithilfe preiswerter und biologischer Materialien aus dem Wasser zu entfernen. Seine Untersuchungen im Fachbereich „Chemie“ belohnte die Jury mit einem zweiten Platz. Karoline Kirsch war bekannt, dass Bäume mithilfe von Pilzen Nährstoffe erhalten können. Deshalb kam ihr die Idee, Bodenpilze als „Helfer“ für Nutzpflanzen zu verwenden. Sie machte zu ihrem Thema „Vom Sandkasten zum Gemüsebeet mit Hilfe von Pilzen“ die entsprechenden Grundlagenuntersuchungen. Ihre Ergebnisse würdigte die Jury mit einem zweiten Platz und einem Sonderpreis im Fachbereich „Biologie“.