Erich Kästner-Schule - Kooperative Gesamtschule
Erich Kästner-Schule - Kooperative Gesamtschule

Presseberichte 2016/17

EKS-Abgänger mit Festakt und Abschlussball verabschiedet

Die Prüfungen sind bestanden, nun wurde gefeiert. 169 Abgänger der Erich Kästner-Schule (EKS) in Bürstadt sagten am Mittwoch „Leb wohl“.

Die Schüler hatten sich in diesem Jahr eine andere Gestaltung der Festlichkeiten gewünscht und so kam es zu einer Premiere. Zum ersten Mal konnte die Feier auf dem Bürgerplatz vor dem Bürstädter Bürgerhaus abgehalten werden. Bereits zuvor hatten die Schulabsolventen einen gemeinsamen Gottesdienst in der St.-Michael-Kirche gestaltet, anschließend fanden sie sich vor dem Rathaus ein.

Vor dem eigentlichen Akademischen Festakt im Bürgerhaus gab Bürstadts Bürgermeisterin Bärbel Schader den Abgängern noch einige gutgemeinte Ratschläge mit auf den Weg: „Ihr habt diese Schule als eine Baustelle kennengelernt, aber das ganze Leben ist eine Baustelle. Gestaltet es, baut es neu und reißt altes ab. Geht neue Wege“. Bürgermeisterin Schader hatte auf Anfrage der Schülervertretung (SV) den Bürgerplatz als Veranstaltungsort erst ermöglicht. Insgesamt sei diese SV die beste aller Zeiten gewesen, gab Vertrauenslehrer Michael Feick bekannt. So erstellten sie unter anderem ein Logo für die EKS und führten Schulkleidung ein. Als Dank für ihre Arbeit erhielt jedes der 30 Mitglieder ein T-Shirt.

Für die musikalische Untermalung sorgte der Chor der Erich Kästner-Schule unter der Leitung von Wolfgang Müller, der auch selbst zum Mikrofon griff, um „Hallelujah“ von Leonard Cohen anzustimmen. Er habe einer Schülerin versprochen, dass er für sie singen würde, wenn sie bis zum Schulabschluss im Chor aktiv sein würde. Wolfgang Müller hielt Wort und begeisterte das Publikum mit seiner Darbietung.

Schulleiterin Stephanie Dekker zitierte in ihrer abschließenden Rede vor der eigentlichen Zeugnisverleihung aus Celina Bostics Lied „Religion“: „Ich glaub an den Moment, das ist meine Religion. An wahre Freunde und an ein Leben vor dem Tod. Bald ist es vorbei, es geht schneller als man denkt. Doch wozu traurig sein? Jeder Tag ist ein Geschenk.“

Dekker stellte heraus, dass sie die gemischten Gefühle der Schüler nachempfinden könne. Es sei nicht leicht, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und Vertrautes hinter sich zu lassen, aber sie sollten nicht traurig sein, denn jeder Tag sei ein Geschenk. Mit einer kleinen Verspätung wurde die Feier anschließend in das Bürgerhaus verlegt. Zunächst waren nicht genug Sitzplätze für alle Verwandten und Freunde verfügbar, dem konnte man aber mit Bierbänken Abhilfe schaffen.

Schüler begrüßen Lateinlehrer mit „Salve“

Klassenweise erhielten die Schüler nun von ihren Klassenlehrern die Zeugnisse. Schüler und Lehrer umarmten sich zum Abschied. Die enge Bindung zueinander wurde dabei spürbar. So begrüßten die Schüler ein letztes Mal lauthals ihren Lateinlehrer mit dem Ruf „Salve, Herr Müller“ und erhoben sich von ihren Sitzen.

An die Verabschiedung schloss der Abschlussball an, der zunächst ganz klassisch von Schulleiterin Dekker eröffnet wurde und dann nach der Tanzeinlage der Klassen 10 Ga und 10 Gb ungezwungener wurde. Bis in den späten Abend hinein feierten die Abgänger eine Party, bei der DJ Tim Halbauer Musik auflegte.

Lernen von der Partnerstadt

Eine Ausstellung stellte die zehnte Gymnasialklasse zusammen mit einer Klasse aus Wittelsheim auf die Beine.

Ausstellung zeigt Wissenswertes über Wittelsheim / Austausch wird forciert

Den Blick über den Tellerrand hinaus, hinein in ein friedliches Europa – das wünschen sich Schüler und Lehrer der Erich Kästner-Schule in Bürstadt. Aus diesem Grund organisierte Französischlehrerin Ursula Müller eine kleine Ausstellung, die ihre zehnte Gymnasialklasse gemeinsam mit einer Klasse aus Bürstadts Partnerstadt Wittelsheim im Elsass erarbeitete.

Jetzt sind die Projektergebnisse im Rahmen der Feierlichkeiten zum Bürstädter Stadtjubiläum zu sehen, aufgepinnt an Stellwänden sind die Informationen über das Collège Jean Mermoz – die mit 290 Schülern zweitkleinste Gesamtschule im Departement Haut-Rhin – über die elsässische Region und ihre Besonderheiten, aber auch über Bürstadt und die Bergstraße für jeden interessierten Schüler zugänglich.

Alkoholfreier Champagner und Süßigkeiten

„Die französische Sprache ist für uns alle sehr wichtig, auch und vor allem heute. Frankreich ist ein wichtiger Handelspartner, die räumliche Nähe des Landes ist ideal, um sich gemeinsam in Europa für unsere Freiheit einzusetzen“, sagte Ursula Müller, die die Freundschaft mit Frankreich fördern und gleichzeitig feiern möchte – am besten mit einer intensiven zukünftigen Zusammenarbeit, vielleicht mit regelmäßigen Austauschfahrten zwischen den Schulen. „Als Schulleiterin möchte ich versuchen, dieser Idee Zeit und Raum zu geben. Ich kann eine gewisse Offenheit bieten und gemeinsam mit dem Kollegium versuchen, einen Austausch in unser bereits bestehendes Fahrtenkonzept aufzunehmen und im Curriculum unterzubringen“, sagte Stephanie Dekker, die selbst die französische Sprache gelernt hat und sich dafür einsetzt, dass ihre Schüler sich stets mit Neuem auseinandersetzen können. „Wir könnten von Bürstadts Partnerstädten lernen“, sagte sie. Umso betrüblicher, dass Ursula Müller zwar alle Bürstädter Partnerstädte angeschrieben und um Zusammenarbeit für die Ausstellung gebeten hatte, einzig aber die Franzosen bereit gewesen waren, bei diesem Projekt mitzumachen.

Zur Ausstellungseröffnung gab es übrigens – ganz nach Art des Nachbarlandes – alkoholfreien Champagner und „Craquantes et Cracotte“, Süßigkeiten, die Laune auf einen Urlaub in Frankreich machten. Eine Schülerin hatte sich bei der Vorbereitung des kleinen Festes besondere Mühe gegeben: Kyra Klippel backt in ihrer Freizeit gerne und nach einem Besuch mit der Oma in Paris ist sie den Macarons verfallen – jenen kleinen, locker leichten Leckereien, die so typisch französisch sind. „Ich bin jetzt in der neunten Klasse und habe schon die ersten Prüfungen für mein französisches Sprachzertifikat abgelegt, vielleicht möchte ich einmal einen Französisch-Leistungskurs belegen“, sagte die junge Bäckerin und blickte auf den bereits leeren Teller.

Berufsinformationsbörse: Der Zukunft Tür und Tor öffnen

BERUFSBÖRSE Turnhalle der Erich Kästner-Schule verwandelt sich in eine kleine Job-Messe

Was soll später einmal aus mir werden? Viele Jahrzehnte lang war diese Frage eher theoretischer Natur, die mit der Schulpraxis wenig gemein hatte. Erst mit dem Zeugnis in den Händen ging es ans Eingemachte, wurden mögliche Berufsfelder abgesteckt und Bewerbungen geschrieben. Arbeitswelt und Schulalltag, das klang lange Zeit nach zwei getrennten Welten mit wenig Berührungspunkten, die über eine Klassenfahrt zum Arbeitsamt kaum hinausgingen. Spätestens seitdem durch einen gesetzlichen Erlass Schulen und Betriebe dazu aufgefordert sind, gemeinsam dem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen, hat die große Zukunftsfrage auch Einzug in die Klassenräume gehalten.

An der Erich Kästner-Schule (EKS) reichen sich Bildungsträger und Betriebe schon lange die Hände. Seit rund zwanzig Jahren bietet die Berufsinformationsbörse (BIB) die Möglichkeit für ein gegenseitiges Kennenlernen: Firmen stellen ihre Ausbildungsangebote zur Schau und bieten die ganze Palette von sozialen, technischen oder handwerklichen Berufen. Schüler schnuppern ein wenig an der beruflichen Zukunft und atmen Betriebsluft ein. So auch am Donnerstag, als knapp 20 Betriebe den Schülern aus der achten und neunten Klasse mit Informationsbroschüren und netten Gesprächen zur Verfügung stehen und ihnen auch die Gelegenheit bieten, einmal selbst Hand anzulegen.

Bei Stadtmüller Bedachungen beispielsweise kann man buchstäblich den Nagel auf den Kopf treffen. Gleich ein Pulk von Jungs macht sich mit einen Hammer daran, die silbernen Metallstifte in einem Holzbalken zu klopfen und wieder herauszuziehen. „Mehr aus dem Handgelenk“, leitet Wolfgang Hofmann die potenziellen Dachdecker an. Doch nicht nur junge Männer, auch Mädchen üben sich im Hämmern. „Wir suchen händeringend Lehrlinge, Dachdeckergesellen werden mit Handkuss genommen. Man muss natürlich schwindelfrei sein und ist bei Wind und Wetter draußen. Und man sollte ein Teamplayer sein“, klärt er auf.

Betriebe und Einrichtungen nutzen das Angebot

Das Bürstädter Dachdeckerunternehmen nimmt zum ersten Mal an der Börse teil. Fast schon zum festen Inventar der BIB gehört dagegen die Kita St. Peter. „Es gibt auch bei uns einen Fachkräftemangel, aber auch eine Tendenz, in soziale Berufe einzusteigen“, betont die Leiterin Birgit Steube. Bestes Beispiel: Ihre Kollegin Nadine Frödert, die ihren alten Bürojob an den Nagel hing und nun als Erzieherin voll aufgeht. „Ich habe es nicht bereut, es ist kein Tag gleich und es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten, wenn man offen für Neues ist“, steckt sie auch die Schülerinnen mit ihrer Begeisterung an. Aber was heißt da Schülerinnen? „Es haben sich auch überraschend viele Jungs interessiert. Und zwar aus freien Stücken. Für Kinder ist es wichtig, wenn es mehr Männer in Kindergärten gibt. Erzieher haben gute Chancen, sie werden nahezu angehimmelt“, weiß Steube.

Bis 2015 fand die BIB in den Klassenräumen statt. Eigentlich aus der Not geboren, hat sich der neue Standort in der Turnhalle etabliert. So hat die kleine Berufsschau mehr Messe-Charakter – und ist dennoch überschaubar. Vier Stände müssen die Schüler besuchen und sich ihren Besuch auch abstempeln und unterschreiben lassen. Anschrift und Telefonnummer der möglichen Praktikums- oder Ausbildungsstelle haben sie somit auch danach griffbereit. Petra Weis hat in der Bergsträßer Altenpflegeschule in Bensheim so manches, junges Gesicht wiedererkannt, dass sich zuvor bei der BIB für den Beruf des Altenpflegers interessierte. „Einfach mal bei einem Praktikum 14 Tage im Altenheim sein. Dann weiß man, ob es etwas für einen ist. Die Pflege ist auf jeden Fall ein zukunftssicherer Beruf“, sagt die Kursleiterin mit Blick auf die demografische Entwicklung.

Dass trotz Internet und Co. der persönliche Kontakt für Schüler und Betriebe unersetzbar ist, wird auch an den anderen Ständen deutlich. Bei Evonik können die Jugendlichen ihr Reaktionsvermögen an einem Schnappomat austesten und zugleich etwas über den Beruf des Industriemechanikers oder Spannungsmechatronikers erfahren. Wie Geräte für Zahnärzte hergestellt werden, wussten Dentsply Sirona anschaulich zu erklären. Auch die BASF, die Agentur für Arbeit und die Stadt sind vertreten. „Ich möchte später im Büro und mit Kunden arbeiten“, begeistert sich Ayline Jeckel für eine Ausbildung als Tourismuskauffrau. Ihre Freundinnen Vanessa Frank und Carina Bitz waren dagegen am meisten vom Hauptzollamt und dem Diakonischen Werk überzeugt. Stolz präsentieren die Schülerinnen ihre abgestempelten Zettel. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und nun eine Vorstellung, was einmal aus ihnen werden könnte. Denn dieses „später“ kommt bekanntlich manchmal früher als gedacht.

Coachin Lucia Kotsch gibt Eltern an EKS Tipps zum Lernen lernen

Wie kann ich mein Kind zum Lernen motivieren? Wie kann ich es im Schulalltag unterstützen? Kurz – wie kann ich mit meinem Kind das Lernen lernen? Auf diese Fragen hatte Lerncoachin Lucia Kotsch am Donnerstag in der Erich Kästner-Schule Antworten. Die erfahrene Referentin des Vereins LVB Lernen war am Abend in die Mediothek der Gesamtschule gekommen, um Eltern und Schülern wertvolle Tipps zu geben.

Das Ultrakurzzeitgedächtnis kann sich sieben Dinge merken. Zumindest durchschnittlich betrachtet. Diesen Richtwert hatte man im vollbesetzten Saal schnell verinnerlicht und es gleichzeitig bedauert. Denn sieben Punkte, die genügen bei Klassenarbeiten noch nicht einmal für die Note vier. Umso wichtiger ist es also, über verschiedene Lernmethoden das Langzeitgedächtnis des Gehirns mit weiteren Informationen zu füttern. „Damit Ihnen das am besten gelingt, müssen Sie herausfinden, welcher Lerntyp Sie, beziehungsweise Ihr Kind sind“, sagte Lerncoachin Lucia Kotsch.

Spannende Aufgaben für den Findungsprozess

Für den Findungsprozess hatte sie spannende Aufgaben für ihre Seminarbesucher mitgebracht. So verteilte sie beispielsweise kleine Zettel mit geordneten Begriffen die das strukturierte Lernen symbolisierten. Nur wenige Teilnehmer bekamen unwissend chaotischen Zettel ausgehändigt, die das unstrukturierten Lernen gegenüber stellen sollten. „Sie haben ab jetzt zwei Minuten Zeit. Mal sehen, wie viel sie behalten können.“ Zur hervorragenden Veranschaulichung scheiterten die chaotischen Lerner. Konnten auf die Begriffe Sofa, Tulpe und Meer gedanklich nicht auch noch Eisenbahn reihen.

Überwindung der „Null-Bock-Phasen“

Anders erging es denen, mit den geordneten Karten. Die Testperson gab alles korrekt wieder und erntete tosenden Applaus. „Sie haben jetzt also der Dame gratuliert, die leichter lernen konnte. Das ist aber nicht sehr nett“, witzelte Kotsch und war damit bei der Kernaussage ihres Vortrags: Der emotionalen Belohnung. Denn nur darum ginge es. Kinder, die den richtigen Lerndreh schon raus haben, würden schneller lernen und effektiver. Sie würden mehr Erfolg bei der Reproduktion erzielen und gute Noten schreiben. „Wir haben also eine positiven Effekt“, so Kotsch. Doch das könne man auch für die andere Seite durchspielen: Mäßiger Erfolg frustriere, würde die Bereitschaft am Lernen schmälern und schlechte Noten nur noch weiter demotivieren. „Das gilt es also zu durchbrechen“, erklärte die Pädagogin weiter. Auch dafür sei es wieder wichtig zu ermitteln, welcher der vier Lerntypen zutreffend sei. Etwa der logisch-abstrakte Typ? Also handle es sich um ein wissbegieriges Kind, das logische Strukturen und Bedeutungen sucht, Fakten und Daten erfragt, sich schnell von seinen Aufgaben unterfordert fühlt? Oder sei das eigene Kind eher der sicherheitsliebende Typ? Also eher still, dafür aber ordentlich und gewissenhaft. Hält es sich gerne mit Details auf und bracht etwas länger Zeit um alles zu bedenken?

„Daneben gibt es noch den kreativ-chaotischen, also den spaßorientierten, unordentlichen Typ, der alles in letzter Minute lernt und den emotionalen Typ, der Geborgenheit braucht um sich wohlzufühlen, Stimmungen feinfühlig wahrnimmt und an Dinge oftmals impulsiv herangeht“, weiß Lucia Kotsch. Habe man das erfolgreich ermittelt, dann könne man auch die „Null-Bock-Phasen“ überwinden, ohne auf Floskeln zurückgreifen zu müssen.

Karteikarten können hilfreich sein

Karteikarten könnten beispielsweise sehr hilfreich sein. Auch Lernspiele und Gruppenarbeit. „Auch Erwachsene sind bestimmte Lerntypen, jedoch ist die Mischung in der Regel ausgeglichener. Der Lerntyp entwickelt und verändert sich im Laufe des Lebens und man hat im Erwachsenenalter gelernt, sich an Situationen anzupassen“, weiß die Referentin. Am Ende blieb ihr nur ihre Seminarteilnehmer in den Lernalltag zu entlassen. Wer in der Praxis aber noch weiter Fragen hat, der könne sich immer an sie wenden. „Wir wollen gerne auch beim Prozess unterstützen!“

Autorenlesung mit Jutta Wilke

Mediothek statt Klassenzimmer, Schriftstellerin statt Lehrerin. Am Dienstagmorgen durften die Klassen 7 Ra und 7 Rc der Erich Kästner-Schule eine ganz besondere Unterrichtsstunde erleben: Eine Lesung mit der Autorin Jutta Wilke.

„Lies doch mal ein Buch, statt immer nur auf dein Handy zu schauen.“ Viele Jugendliche kennen diese Aufforderung der Eltern – und sie nervt. Ob die Zahl der Leseratten steigt oder abnimmt, darüber gibt es zahlreiche Studien, die Ergebnisse sind unterschiedlich. Fakt ist jedoch: Ist eine Geschichte so spannend geschrieben wie Jutta Wilkes „Schwarz wie Schnee“, dann sind die Kids ganz Ohr. Mucksmäuschenstill war es in der Mediothek, als sie von der 17-jährigen Kira erzählte, die nach einem schweren Unfall jegliche Erinnerung verloren hat. Weder weiß sie, wer die Frau an ihrem Krankenbett ist, noch wer sie selbst war und ist. Ein Junge bringt ihr Blumen, sie kennt ihn nicht, auch die Namen auf der mitgebrachten Genesungskarte sind ihr fremd. Die Stimmung ist bedrückend, aber mit jeder Frage und jedem Besucher steigt die Spannung. Vor allem, als zwei Polizisten aufkreuzen und wissen wollen, wer ihr die Drogen verkauft hat, die im Blut festgestellt wurden.

Autorin ist Anwältin und fünffache Mutter

Zurück im Alltag kämpft Kira mit jedem kleinen Schritt. In der Schule erkennt sie niemanden, sie erinnert sich weder an ihr Zimmer, noch was der eingeritzte Name Tarek auf ihrem Schreibtisch bedeutet. Ein Unbekannter hat ihr einen Zeitungsartikel über den Unfall gemailt, darunter steht der Satz: „Rot wie Blut, Schneewittchen“. Jutta Wilke unterbricht an dieser Stelle. „Jetzt will sie nicht mehr wissen, wer sie ist, sondern, wer der Absender ist“, verweist die Autorin auf das, was sie vor der Lesung den Schülern anhand von Harry Potter erklärt hat. Nämlich, dass es einen Helden und ein Ziel braucht, welches sich im Laufe der Handlung auch ändern kann. „Nicht einfach drauf losschreiben.“ Hindernisse gehörten natürlich dazu. Das Cover sei wichtig, ebenso der Klappentext, um die Neugierde zu wecken. Sie erzählt, das „Schwarz wie Schnee“, Erstveröffentlichung 2012, ab jetzt Schullektüre ist. Durch einen Verlagswechsel sei der Umschlag nun „ein bisschen peppiger gestaltet“. Wie Kiras spannende Reise in die Vergangenheit weitergeht, und ob ihre Erinnerungen wiederkehren, wurde nicht verraten, das müssen die Schüler selbst nachlesen.

Jutta Wilke, 1963 in Hanau geboren, kennt den Stoff, aus dem spannende Geschichten sind. Sie hat zahlreiche Erstleser-, Kinder- und Jugendbücher sowie Romane für junge Erwachsene veröffentlicht, engagiert sich bundesweit für die Leseförderung und gibt Kurse im kreativen Schreiben. Bevor die fünffache Mutter ihren lang gehegten Autorentraum realisierte, hat sie über zwölf Jahre als selbständige Anwältin für Familienrecht gearbeitet. Ihr neustes Werk, das im Juni erscheint, heißt „Roofer“. Es handelt von Nik, der auf die höchsten Gebäude und Baugerüste Frankfurts klettert. Auch hier war eine kleine Kostprobe fällig.

Auch Achtklässler kommen in den Hörgenuss

Ein bis zwei Autorenlesungen finden jährlich an der EKS statt, erzählte Lehrerin Vera Ulrich, die mit ihrer Kollegin Anette Weiß interessiert dem Vortrag lauschte. Später kamen noch die Achtklässler in den Hörgenuss.

Mathematikwettbewerb verlangt Schülern alles ab

Die Sieger des Mathematikwettbewerbs mit Frau Dekker und Frau Egel.

Direktorin Stephanie Dekker hieß die Schüler bei strahlendem Sonnenschein vor den Türen der Erich Kästner-Schule, willkommen. Sie zeigte sich von den Leistungen der Schüler begeistert. „Ich bin sehr stolz darauf, euch heute für eure herausragenden Leistungen gratulieren zu können“, sagte Dekker. Auch Simone Egel, Fachbereichsleiterin Mathematik, war bei der Übergabe der Urkunden anwesend. Sie zeigte sich ebenso begeistert und stolz von den Leistungen ihrer Schüler. Es sei ohne selbstständiges Üben von zu Hause aus kaum möglich, solche Leistungen in diesem Wettbewerb zu vollbringen, ergänzte Egel.

  • SIEGER
    Die geehrten Schüler: Lisa Gesué, Anastasia Senczek, Luis Siegler, Alena Wolter, Sandy Kissel, Marc Stahlheber, Justin Stahl und Umut Umuc.

Landesentscheid in Darmstadt

Die Schüler waren sich alle einig, dass die Zeit für die Bewältigung der Aufgabe zu kurz war. Doch diese Art und Weise des Zeitdrucks sei beabsichtigt. Es gehe nicht darum alle Aufgaben zu lösen, sondern während der Prüfung Prioritäten zu setzen, jene Aufgaben gleich zu Beginn zu lösen, die einem am leichtesten fallen. So arbeite man sich von Außen nach Innen weiter, sagte Simone Egel.

Die Schüler bereiten sich jetzt für die dritte Runde, den Landeswettbewerb, der am 16. Mai in Darmstadt ausgetragen wird, vor. Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen blickt auf eine lange Historie zurück. Im Jahre 1969 wurde dieser Wettbewerb für alle achten Klassen der Haupt-, Real- und Gymnasialzweige eingeführt. Der Wettbewerb besteht aus insgesamt drei Runden, die im Laufe des Schuljahres geschrieben werden. In der ersten Runde nehmen alle Schüler der achten Klassen im Land Hessen teil. Die Schüler mit den besten Leistungen ihrer Schulen qualifizieren sich für die zweite Runde. In Runde eins sind es noch acht Pflichtaufgaben und zwei von fünf Wahlaufgaben, die zu bewältigen sind. Die Pflichtaufgaben beziehen sich dabei auf den Stoff des vergangenen siebten Schuljahres, sodass sichergestellt werden kann, dass alle Schüler grundsätzlich die Pflichtaufgaben bearbeiten können.

Im darauffolgenden Kreisentscheid, der zweiten Runde, sind vier von sieben Wahlaufgaben zu bearbeiten. Die Inhalte der Aufgaben beziehen sich auf den Unterrichtsstoff der achten Klasse. Je nach Unterrichtsplanung der Lehrer, können die Schüler somit die Aufgaben lösen, die einen direkten Bezug zum Unterricht haben. Die Kreissieger nehmen anschließend an Runde drei teil. Dort wird der Landessieger ermittelt. Die Schreibezeit beträgt bei allen Runden jeweils 90 Minuten.

Die Sieger aus Runde eins und zwei werden mit einer Urkunde des hessischen Kulturministers geehrt. Die Landesbesten werden zur Landessiegerehrung in das Kulturministerium nach Wiesbaden eingeladen und erhalten neben einer Urkunde und einem Buchpreis noch einen Geldpreis zwischen 50 und 400 Euro.

Aktion "Saubere Landschaft"

235 Schüler der EKS nehmen an der Aktion "Saubere Landschaft" teil.

Der Frühjahrsputz für den bevorstehenden Frühling ist nicht nur im Haushalt wichtig. Auch außerhalb der Türen muss aufgeräumt werden. Unter dem Motto „Saubere Landschaft“ gingen die Schüler der Erich Kästner-Schule durch Bürstadt und sammelten jeglichen Müll auf den Straßen auf.

Auch in diesem Jahr ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen wieder groß. Insgesamt 235 Schüler und Lehrer machten sich pünktlich um 9 Uhr auf den Weg in die Stadt. Von der Schule aus bildeten die Lehrer gemeinsam mit ihren Schülern Teams.

Mit Greifzangen zum Frühjahrsputz

Mit Greifzangen und Müllbeuteln im Gepäck ging es zum Frühjahrsputz für die Umwelt. Rainer Stöckel, Leiter vom Ordnungsamt in Bürstadt, war über die Vielzahl der teilnehmenden Schüler begeistert. „Es ist erfreulich zu sehen, wie umweltbewusst schon so junge Menschen im Leben auftreten“, erkannte Stöckel. Eine der ersten Klassen, die das Schulgelände wieder erreichten, war die 5Ga. Klassenlehrerin Margit Heumann zeigte sich vom Engagement ihrer Schüler begeistert. „Es waren die Schüler, die mich auf die Aktion und deren Teilnahme daran ansprachen“, sagte Heumann. Auch Rainer Stöckel fand es beachtlich, dass die Fünftklässler mit einem solchen Selbstverständnis an der Aktion teilnahmen. Es sei nicht üblich, dass fünfte Klassen daran teilnehmen, fügte Stöckel an. Aber auch für die Schüler war es ein sehr lehrreiches Unterfangen.

Neben Pizzakartons und Plastiktüten fanden sie auch Kontoauszüge und sogar Knochen von Tieren. „Wir wollen Bürstadt sauber halten“, betonte Lars Dinges, Schüler der 5Ga. Auch im Sinne der Tierwelt haben die Kinder und Jugendlichen nachhaltig etwas mitnehmen können. „Die Tiere sterben, wenn sie den Müll fressen“, sagte Klassenkameradin Sina Bagdadi. Gemeinschaftlich haben die Schüler beschlossen, auch im kommenden Jahr wieder für das Wohl der Umwelt von Bürstadt zu sorgen.

So ganz ohne Lohn blieb die Aktion auch für die Schüler nicht. Zum Abschluss überreichte Rainer Stöckel allen fleißigen Helfern einen Gutschein für das Eiscafé Kilian in Bürstadt. Für den aufkommenden Abfall des bevorstehenden Ansturms auf die Eisdiele ist mit genügend Abfalleimern vorgesorgt, sodass sich an diesen Tagen keiner um die Bürstädter Umwelt sorgen muss.

Ehrungsabend der EKS

Beim Ehrungsabend der EKS wurden Schüler für besondere Leistungen geehrt.

Etwa 500 Personen waren ins Bürgerhaus gekommen. Es waren im Wesentlichen Schüler der Erich Kästner-Schule (EKS) mit ihren Eltern und Angehörigen. Die Schulleitung hatte die fünften bis zehnten Klassen zu einem Ehrungsabend für das Schuljahr 2015/2016 eingeladen.

Unter der Organisation von den Lehrkräften Vera Ulrich und Julia Metz erlebten sie einen interessanten und informativen Abend. Dessen Moderation hatten drei Schüler übernommen: Tim Seitz aus der 10. Realschulklasse (10 Rb) war bereits zum zweiten Mal für die Ansage verantwortlich, aber auch die Neulinge Mika Kilian (10 Rc) und Helin Cakar aus der 9. Klasse des Gymnasialzweiges (9 Gc) moderierten das umfangreiche Programm souverän. Unter den Ehrengästen waren Sarina Gremm, die Vorsitzende des Elternbeirates, und Mercedes Borkenhagen vom Förderverein der EKS.

Schulleiterin Stephanie Dekker, mittlerweile auch schon wieder fast ein Jahr in diesem Amt, begrüßte die Gäste mit den Worten: „Heute geben wir den besonderen Leistungen der Schule hier im Bürgerhaus eine besondere Bühne.“ Es folgte eine Vielzahl von Ehrungen, die mit den Schulfotografinnen Dana Ast und Leonie Jakob (9Rd) begannen und bei den Schultechnikern endeten. Die Laudatio nahmen die Lehrkräfte der EKS vor. Zwischen den Ehrungen sorgte Moritz Getrost am Piano und das Querflöten-Duett mit Judith Hinrichs und Hannah Molitor für musikalische Untermalung. Eine Tanzperformance von sieben Kindern der TG Bobstadt unter der Leitung von Lisa Ritzert begeisterte die Gäste.

Einer der Höhepunkte des Abends war sicherlich die Ehrung im Bereich des Englischwettbewerbs „The big challange“ – die große Herausforderung. Bei diesem europaweiten Wettbewerb liegt die EKS über dem bundesweiten Schnitt. Der Schüler Max Hassanien belegte hier unter 44 000 Teilnehmern Platz 126.

Der Antolin-Wettbewerb hat einen hohen Stellenwert an der EKS, das machte Lehrerin Ursula Müller deutlich. Er soll Schüler motivieren, viele Bücher zu lesen und Interesse sowie Begeisterung dafür in der fünften Klasse wecken. Jeweils ein Schüler aus den Schulzweigen, Hauptschule, Realschule und Gymnasialstufe wurde dafür geehrt. Lehrkraft Laura Bühler präsentierte die Aktion „Running Kids“, bei der 17 Mädchen und Buben beim Stadtlauf in Bürstadt teilgenommen hatten. Drei davon, aus der 7. Realschulklasse, wurden besonders ausgezeichnet. Als Anerkennung hatten die Organisatoren bei allen Ehrungen Urkunden und Gutscheine parat.

Erfolge bei „Jugend forscht“

Seit dem letzten Schuljahr neu ist der Förderkurs Talentschmiede. Hier konnte Maria Accascio eine Reihe von Schülerinnen und Schülern des Gymnasialzweiges ehren. Alljährlich hat die EKS auch große Erfolge beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“. Elke Wagner-Pommerenke bat daher einige Schüler auf die Bühne. Ansprechende Themen waren von ihnen angegangen worden, wie „Sauberer Grill auch ohne Chemie“ oder „Problemabfall Styropor“. Ein „dickes Dankeschön“ sagte die Lehrerin hier den Brüdern Laurin (5 Gb) und Ruben (10 Gb) Wiedemann.

Die Jahrgangsbesten aus den einzelnen Klassen erhielten ebenso Auszeichnungen, wie die Kinder mit einem externen Französisch-Diplom. Susen Seelinger zeichnete weitere Schüler der neunten und zehnten Klassen aus, die eine sehr gute Leistung in der Projekt-und Präsentationsprüfung erzielt hatten.

Schulleiterin Dekker bekundete abschließend ihren Stolz auf Schülerinnen und Schüler der EKS, aber auch auf das Lehrerkollegium und alle anderen am Schulleben beteiligten.

Autorenlesung: Jutta Fleck und Beate Gallus erzählen ihre Geschichte

Deutsche Geschichte soll nicht in Vergessenheit geraten und das Leben in einer Demokratie in manchen Momenten mehr geschätzt werden. Das Recht haben, seine eigene Meinung offen und frei sagen zu dürfen. Ein Leben in Freiheit genießen zu können. All das sind Beispiele, die für die Generation nach dem Mauerfall eine Selbstverständlichkeit sind. Mit ihren Gastvorträgen möchte Jutta Fleck zeigen, dass es vor gar nicht mal all so langer Zeit noch ganz anders und ein Leben in Freiheit nicht selbstverständlich war. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen aufzuzeigen, wie es in der DDR-Diktatur war und welch tragisches Schicksal sie und ihre beiden Töchter widerfuhr – zu Gast war sie nun an der Erich Kästner-Schule (EKS).

Zu Beginn des Gastvortrages wurde ein kleiner Film abgespielt. Das zehnminütige Video gab einen kleinen Einblick, wie es zu Zeiten der DDR war. Sigrid Röhrborn, Lehrerin der EKS in Bürstadt, ist es wichtig, dass den Schülern die deutsche Geschichte weiter vermittelt wird und nicht komplett in Vergessenheit gerät. „Zweimal im Jahr organisieren wir in der Unterrichtszeit Gastvorträge über das Thema der deutschen Geschichte“, sagte Röhrborn. Mit Spannung und Interesse verfolgten die Schüler den kurzen Einstieg.

Im Anschluss erzählte Jutta Fleck ihre Geschichte. Bei den Vorträgen oft mit dabei ist ihre Tochter Beate Gallus. Fleck ist es wichtig, dass sie sie bei den Vorträgen begleitet und ihre Sicht der Dinge wiedergibt. „Sie kann das Ganze aus einem völlig anderen Blickwinkel erzählen als ich. Sie kann ihre Geschichte von der Zeit im Kinderheim wiedergeben und ist darüber hinaus schülernah“, erklärte Fleck. Unter der Aufmerksamkeit von zwei Gymnasialklassen und einer Realschulklasse der Stufe Zehn, begann Jutta Fleck über den Bau der Mauer zu erzählen.

Anschließend berichtete sie über ihren spektakulären Fluchtversuch aus der damaligen DDR im Jahre 1982. Fleck, die als Symbolfigur für das Unrecht der DDR steht, erlangte durch das von Ines Veith veröffentliche Buch „Jutta Gallus: Die Frau vom Checkpoint Charlie“, im Jahr 2006 Berühmtheit. Sie berichtete von der missglückten Flucht aus der DDR und der anschließenden Trennung ihrer beiden Töchter. Beate Gallus, die heute als Künstlerin und Choreographin arbeitet, berichtete von ihrer Sicht, wie es sich anfühlte, plötzlich von ihrer Mutter getrennt worden zu sein. Jutta Fleck wurde, nachdem ihr Fluchtversuch aufflog, zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach 22 Monaten kam sie aus dem Frauengefängnis Hoheneck, in Stollberg frei. Ihre Töchter mussten in dieser Zeit im Kinderheim für schwererziehbare Kinder leben.

Schüler sind berührt und schockiert

Die Frage eines Schülers richtete sich an Beate Gallus, ob der Busfahrer, der sie und ihre Schwester beim Fluchtversuch aus dem Kinderheim in den Bus einstiegen ließ, auch zum Kinderheim gehörte, da kurze Zeit später der Leiter des Kinderheims im Bus vor ihnen stand. Gallus kann diese Frage bis heute nicht beantworten, da sie lediglich Vermutungen anstellen kann. Sichtlich berührt und schockiert hörten sich die Schüler die weitere Geschichte der beiden Protagonisten an.

Beate Gallus berichtete am Ende noch von ihrem Projekt „HerzFace“, das die Symbolik der Freiheit demonstrieren soll. Es entstand im Jahre 1983, als Beate ihrer Mutter aus dem Kinderheim als Botschaft der Verbindung dienen sollte. Heute möchte sie mit dem Projekt Liebe, Mut und Hoffnung nach Außen tragen.

Staatssekretär Manuel Lösel stattet der Schiller- und der Erich Kästner-Schule einen Besuch ab

Er war selbst einmal Direktor einer Schule. In Gießen, am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium. Seit drei Jahren aber ist Manuel Lösel als Staatssekretär im Kultusministerium tätig. Am Mittwoch stattete der 51-Jährige der Bürstädter Schulwelt einen Besuch ab. Um sich persönlich ein Bild zu machen, vom Anlaufen des Pakts für den Nachmittag in der Schillerschule sowie dem Fortschreiten der Sanierung an der Erich Kästner-Schule (EKS).

Ein wenig nach Baustelle sieht mittlerweile nicht nur die EKS, sondern auch die Grundschule aus. Über die Fastnachtstage wurde im Schulhof bereits der große Baum gefällt. Er muss Platz machen für die Mensa (Gesamtkosten 1,4 Millionen Euro), die im Sommer 2018 fertiggestellt und somit das Ganztagsangebot der Schillerschule auf neue Füße stellen soll.

Nach einem zögerlichen Start nehmen hessenweit immer mehr Schulen das Betreuungsprogramm der Landesregierung wahr. „Der Pakt für den Nachmittag ist eine sinnvolle Maßnahme, weil sich die Bedürfnisse in den Familien grundlegend geändert haben“, sagt Lösel mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dank des Angebotes werde es den Eltern ermöglicht, täglich von 7 bis 17 Uhr eine Betreuung für ihre Kinder sicher zu haben. „Aber wichtig ist, dass alles auf freiwilliger Basis funktioniert. Kein Kind ist gezwungen, bis zum Nachmittag in der Schule zu bleiben“, macht der Staatssekretär deutlich.

Begleitet wird Manuel Lösel bei seiner Stippvisite vom CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Bauer sowie Landrat Christian Engelhardt. Vor ihrer Ankunft an der Kooperativen Gesamtschule fiebern zwei Schülerinnen der 10. Klasse aufgeregt dem Besuch entgegen. Maja Neumann und Kardelen Gündez ist es vergönnt, den Staatssekretär und seine Begleiter durch den Neu- und Altbau der EKS zu führen.

Für insgesamt 19,5 Millionen Euro wird die Schule saniert. Fast drei von vier Bauabschnitten sind bereits vollzogen. Und das Ergebnis kann sich bereits sehen lassen: Angefangen vom Arztzimmer über die neue Mensa bis zur eigenen Küche. „Ab der siebten Klasse ist das Wahlpflichtfach. Die Schüler lernen hier nicht nur Kochen, sondern auch die einzelnen Lebensmittel kennen“, erklärt Gündez. Im neuen Chemiesaal angekommen, werden Lösel und Co. Zeuge eines Experiments. Jeder Schüler hat Reagenzgläser, gefüllt mit Kupfer, Zink und Magnesium vor sich liegen. Vorbei scheint die Zeit, bei welcher sich die Lehrer alleine an die Geheimnisse der Atome und Moleküle heranwagen und die Schüler nur die stillen Beobachter spielen.

„Früher waren das normale Klassenräume. Jetzt haben wir viel mehr Möglichkeiten, vor allem bei den Naturwissenschaften“, freut sich Maja Neumann über das moderne Schulequipment. Aber nicht nur das Neue, auch das Alte interessiert Lösel. „Habt ihr die alten Werkbänke noch?“, erkundigt er sich im Werkraum. „Werft sie bloß nicht weg, da steckt viel Schulgeschichte drin. Ich habe Schüler getroffen, die dort die Initialen ihrer Eltern entdeckt haben“, verrät er.

Nicht nur Ausstattung, sondern auch Anwendung

Wirklich nostalgisch wird der Rundgang, als die Gruppe die Schwelle vom Neu- zum Altbau übertritt. „Achtung, hier ist es etwas rutschig“, warnt Maja Neumann, „das ist doch alter Charme“, findet Schulleiterin Stephanie Dekker, als es die blauen Treppen hinuntergeht. Zum EDV-Raum, an dem die Schüler an nigelnagelneuen Computern arbeiten. „Da werden wir noch richtig Hirnschmalz reinstecken“, sagt Engelhardt hinsichtlich der digitalen Ausrichtung einer Schule von Morgen: Nicht nur in Hard- und Software müsse künftig investiert werden, sondern auch die Lehrkräfte im Umgang mit dem Web 2.0 gezielt geschult werden.

An der Baustelle im hinteren Bereich der Schule endet die Tour. 13 neue Klassenräume und die neue Aula sollen hier entstehen. „Wir haben die Hoffnung, dass der Bauabschnitt im Sommer fertig ist“, betont der stellvertretende Schulleiter Mark Wohlfahrt. Der Staatssekretär wirkt überzeugt, dass das vom Kreis investierte Geld in der EKS gut aufgehoben ist. Mehr noch als von den neuen Sälen oder der Küche zeigt sich Lösel jedoch von denen beeindruckt, welche die Räume mit Leben füllen: Den Schülern. „Ihr seid als Moderatoren richtige Sternchen“, lobt er zum Abschluss die beiden Schülerinnen Kardelen Gündez und Maja Neumann. Da hat sich das Warten doch gelohnt, in jeglicher Hinsicht.

Präventionsprojekt "Schleuder-Drama"

Polizeihauptkommissar Jörn Metzler warnt Schüler davor zu Betrunkenen ins Auto zu steigen

„Sie muss ein wunderschönes Mädchen gewesen sein. Danach sah zumindest ihr Ausweis-Foto aus. Doch das zerschnittene und blutüberströmte Gesicht hatte damit nur noch wenig gemeinsam“, erinnert sich Rettungssanitäter Friedrich Häffner, der seit 51 Jahren beim Maltester Hilfsdienst Leben rettet und einige schlimme Unfallopfer erstversorgt hat. Er ist einer von sechs Rednern, die an beim Präventionstag mit dem Namen „Schleuder-Drama“ die Schüler der 10. Klasse für die Gefahren und Folgen eines Verkehrsunfalls sensibilisieren möchte und der an die Übernahme persönlicher Verantwortung für sich und andere appelliert.

Dafür haben die Verantwortlichen anschauliche Unfallfotos, Interview-Sequenzen und persönliche Erlebnisgeschichten dabei, die berühren und unter die Haut gehen. So zum Beispiel auch die Erzählungen von Jörg Meinhof vom Pflegedienst der Mannheimer Caritas. Er ist seit über 20 Jahren für die Menschen verantwortlich, die schlimme Unfälle überlebt, aber mit deren Folgeschäden zu kämpfen haben. „Schwere Behinderungen und die Eingliederung ins Leben sind oftmals schwere Belastungen für die Betroffenen und auch deren Mitmenschen“, sagt der sympathische Pfleger. Dann kommen Helfer wie Notfallseelsorger Dr. Michael Held ins Spiel, der an der Schule Religion unterrichtet. Gemeinsam mit den Schulpsychologen, wie etwa Tobias Knapp, ist er bei seelischen Leiden zur Stelle, bietet Hilfestellung, eine Schulter zum Anlehnen. Zwei Männer mit Aura und angenehmer Sprechstimme, denen man sich mit Kummer und Leid gerne anzuvertrauen mag. „Ihr glaubt ja gar nicht, wie viel Trauer und Wut in den meisten Hinterbliebenen beben“, wissen die erfahrenen Helfer.

An die Erläuterungen zur Hilfestellung Reihen sich mahnende Worte von Frank Dingeldein (Einstellungsberater und Opferschutz der Polizei) und Polizeihauptkommissar Jörn Metzler ein. „Fahrt niemals mit Menschen mit, die betrunken sind“, appellieren die Polizisten und untermauern ihre Reden mit schrecklichen Unfallbildern. Sequenzen, die die Schüler die Augen zusammenkneifen lassen und zum Nachdenken anregen. Mit ihrer Jahrgangsstufe decken sie die Gruppe der risikobereiten jungen Fahrer ab. Jene, die imponieren wollen und sich von ihren Handys ablenken lassen. „Keine WhatsApp-Nachricht ist es wert, sein Leben zu lassen. In einer Sekunde Unaufmerksamkeit legt ihr bei 50 km/h nämlich 14 Meter zurück. Blindflug also“, weiß Dingeldein. Und mit den Worten „wer weiß, ob der Fahrer, der damalige Freund des einst so hübschen und jetzt entstellten Mädchens geblieben ist. Wer weiß, ob er sie trotz allem geheiratet hat?“, entlassen die Redner die Schüler in den Einzelunterricht, bei dem das Gehörte noch weiter vertieft werden sollte.

Tag der offenen Tür

Bei der Naturwissenschaft Chemie wurden Mitmachexperimente angeboten.

Der erste große Schritt, der die Entwicklung eines Kindes beeinflusst, ist der Schritt vom Kindergarten in die Schule. Der zweite folgt schon vier Jahre später, wenn sich die Kinder entscheiden müssen, auf welcher Schule sie ihren weiteren Lernweg bestreiten möchten. Um den Schülern der vierten Klassen zu zeigen, welche attraktiven Angebote die Erich Kästner-Schule (EKS) in Bürstadt zu bieten hat, wurde am Freitagnachmittag der Tag der offenen Tür veranstaltet.

„Die Begrüßung erfolgt traditionell zusammen mit unserem Schul-Chor. Das Lied ‚Klassenkamerad‘ darf dabei nie fehlen“, berichtete der stellvertretende Schulleiter Mark Wohlfarth. Schon zu Beginn um 15 Uhr waren rund 70 Kinder anwesend, die an dem angebotenen Schnupperunterricht teilnahmen. Nachdem erste Einblicke in verschiedenen Fächer gewonnen wurden, konnten sie zusammen mit erfahreneren Schülern das Schulgebäude erkunden.

Aus Tetrapak-Verpackungen einen Geldbeutel herstellen

Neben diesem Rahmenprogramm hatte sich die Schulleitung einiges einfallen lassen, um den Neulingen die EKS schmackhaft zu machen – deshalb packten fast das ganze Kollegium und auch einige Schüler mit an. An zahlreichen Stationen konnten die Viertklässler viel über die Schule, die angebotenen Fächer, Arbeitsgemeinschaften und andere Angebote erfahren.

In der Mediothek konnte man bei einem Quiz die EKS-Leseratte gewinnen. Außerdem informierten Andrea Christine Weiland und Oliver Weinmann über das „LRS-Konzept“, durch das Kinder mit Leserechtschreibschwäche durch Angebote wie den Förderunterricht oder die Lese-AG speziell gefördert werden. Das Fach Religion wurde den Schülern von Iris und Michael Held an verschiedenen Mitmachstationen nähergebracht, zum Fach Englisch gab es gleich zwei Projekte. Arno Lannert informierte Interessierte über die Englandfahrt und zeigte Bilder, eine sechste Klasse führte englische Sketche vor.

Das Fach Arbeitslehre gab an zwei Stationen erste Einblicke – in der Schulküche wurden kleine Snacks zubereitet und im Werkraum wurde gezeigt, wie aus Tetrapak-Verpackungen Geldbeutel werden können. Für das Fach Latein hatte sich Michael Meyer ein Römerquiz zur Antike überlegt, die Naturwissenschaften Chemie und Physik wurden den Schülern durch Mitmach-Experimente näher gebracht. Dr. Veit Gruhn und Martin Eichhorn experimentierten im Bereich Physik mit Flaschenzügen, optischen Illusionen, dem Vakuum und Oszilloskopen. Elke Wagner-Pommerenke führte mit dem Viertklässlern Experimente wie die „Schlange des Pharao“ durch, wobei durch Verbrennen von zuckerhaltigen Emserpastillen die aufgeblähten, verkohlten Schlangen entstanden. Auch die Projekte, die bei „Jugend forscht“ am Start waren, wurden präsentiert.

Ebenfalls mit Ständen vertreten waren die Schulsanitäter und die Pädagogische Mittagsbetreuung. Miteinbezogen wurde das Publikum bei den kurzen Vorführungen der Theater-AG, die von Christine Andes geleitet wird. Zwischendurch entspannen konnte man bei Liedern wie „Knocking on Heavens door“ präsentiert durch drei Schüler der Schulband und Gerhard Umhauer, Crêpes der Streitschlichter oder Kaffee und Kuchen am Stand der Schüler-Vertretung.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal bietet die Erich Kästner-Schule mit den „Netzhelden“. Diese Gruppe um fünf Neuntklässler wurde durch Maike Sattler-Wolff vor zwei Jahren ins Leben gerufen, seitdem stehen sie den jüngeren Schülern bei Fragen und Problemen mit sozialen Netzwerken wie Facebook und co. zur Seite. „Auch Cyber-Mobbing ist ein Thema, bei dem wir helfen wollen“, erklärte Sattler-Wolff.

An diesem Freitag wurde deutlich, dass die EKS eine Schule ist, die mit verschiedensten Angeboten breit aufgestellt ist und somit fast allen Wünschen gerecht werden kann. So konnte sie den ein oder anderen sicher überzeugen, sich nach diesem Schuljahr für die EKS zu entscheiden.

"Jugend forscht" in Lampertheim

In diesem Jahr waren, wie schon in den Jahren zuvor, Schüler des Lessing-Gymnasiums in Lampertheim (LGL) und der Erich Kästner-Schule Bürstadt (EKS) am Start und haben sich in den zurückliegenden Monaten gezielt mit Fragestellungen aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie und Technik auseinandergesetzt. „Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Neugierde und Kreativität die Jugendlichen an ihren Forschungsprojekten gearbeitet haben“, sagte Dr. Helmut Prestel, Leiter BASF Lampertheim GmbH, am frühen Samstagabend bei der Siegerehrung und Preisverleihung. In seinem Grußwort fand Bürgermeister Gottfried Störmer ebenfalls anerkennende Worte: „Das Interesse und Engagement der Schüler macht mir bewusst, welches Entwicklungspotenzial für unsere Gesellschaft in den Köpfen unserer Schüler schlummert.“

  • SO GEHT ES WEITER
    Die Erstplatzierten aus den Fachgebieten vertreten die Region beim Landeswettbewerb Hessen, der vom 14. bis 15. März bei Merck KGaA in Darmstadt stattfindet. Den Abschluss der 52. Runde von „Jugend forscht“, der seit der ersten Runde 1966 von der BASF als Patenunternehmen unterstützt wird, bildet der Bundeswettbewerb vom 25. bis 28. Mai in Erlangen.

Regionalwettbewerbsleiterin Dr. Eva Melanie Eberhardt vom Zentrum für Chemie in Bensheim war es vorbehalten, die Ergebnisse der Jury vorzustellen. Zuvor fasste sie geschickt die unterschiedlichen Fragestellungen und Forschungsinhalte der Teilnehmer in Form einer „Traumreise in die Zukunft“ zusammen, was in Anbetracht der vorgestellten Projekte keineswegs dem Bereich der Utopie zuzuordnen ist.

Drei Schüler des Lessing-Gymnasiums haben sich mit einem ersten Platz im Fachgebiet Technik für den Landeswettbewerb Hessen qualifiziert. Kai Dinges, Tom Götz und Moritz Neumann wussten mit ihrem Beitrag „Der energiegewinnende Schattenspender, Sonne verdunkeln und Energie speichern“ die Jury zu überzeugen. Die Schüler hatten die Idee, bisher ungenutzte Flächen für die Nutzung von Solarenergie zu erschließen und nutzbar zu machen. Bei der Betrachtung einer Hochhausfassade kamen sie auf die Idee, die großen Fensterflächen mit Hilfe spezieller Solarjalousien abzudunkeln. Mit dem zweiten Platz honorierte die Jury den Beitrag von Daniel Dux, Michael Ewig und Florian Geister, die sich am LGL mit der „Stromerzeugung mittels mobiler Flussturbine“ beschäftigt hatten. Die drei Schüler haben eine Flussturbine entwickelt, deren Einsatz in einem Fließgewässer ausreichend Energie gewinnen kann, um mobile Energiegeräte wie Smartphones oder Musikboxen zu versorgen. Diese zukunftsweisende Idee wurde zusätzlich mit einem Sonderpreis bedacht.

Vier Arbeitsgruppen der EKS Bürstadt am Start

Die Erich Kästner-Schule Bürstadt war in diesem Jahr mit vier Arbeitsgruppen am Start. Moritz Czasa und Lars Knorr hatten sich mit der Frage auseinandergesetzt, ob ein Superabsorber auch bei Hochwasser sinnvoll eingesetzt werden kann. Ihre Idee, Kellerfenster mit einem speziellen Wasserspeicher auszustatten, wurde mit dem zweiten Platz im Bereich Arbeitswelt honoriert. Im Bereich Biologie erzielte Jasmin Kielmann mit seinem Projekt „Günstig, gut und auch wirksam? Herstellung und Tests mit selbstgemachter Handcreme“ den dritten Platz. Auch Marius Weber und Ruben Wiedemann erzielten mit ihrem Projekt „Problemabfall Kunststoff: Weitere Untersuchungen zur Zersetzung von Styropor durch Larven des Mehlkäfers“ Platz drei. Schließlich honorierte die Jury auch die Ergebnisse des Projekts von Laurin Wiedemann aus dem Bereich Arbeitswelt mit Platz zwei, was sich im Praxistest vor allem in den kommenden Sommermonaten als besonders nützlich erweisen könnte: „Sauberer Grill auch ohne Chemie? Omas Hausmittel im Praxistest“. Er erhielt ausserdem einen Sonderpreis (ein Jahresabo der Zeitschrift Geolino).

Neuanschaffungen Mediothek- Die goldene Wunschbox ist geleert.

ERICH KÄSTNER-SCHULE Mediothek schafft 70 neue Bücher und DVDs an / Schüler dürfen Favoriten angeben

Im digitalen Zeitalter, in dem die Menschen weltweit vernetzt sind, verlieren Medien wie Bücher gerade bei Kindern und Jugendlichen mehr und mehr an Bedeutung. Um dieser Generation das Lesen wieder näherzubringen, aber auch auf deren Wünsche im Bereich der audiovisuellen und auditiven Medien wie DVDs und Hörbücher einzugehen, dafür ist die Mediothek der Erich Kästner-Schule in Bürstadt da.

„Wir kümmern uns immer darum, dass der Bestand der Mediothek möglichst aktuell ist, in der Hoffnung, dass wir möglichst viele Kinder damit ansprechen“, sagt Sonja Molitor. „Zum einen stellen wir das sicher, indem wir immer wieder Neuerscheinungen des Buchmarktes anschaffen und diese auf einem Tisch im Eingangsbereich der Mediothek präsentieren, zum anderen gelingt uns das mithilfe der Wunschbox“, so die eine von sieben ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Konzept der Wunschbox? Die Wunschbox ist eine kleine goldene Kiste, die wie eine Art Briefkasten funktioniert. Die Schüler können auf einen Zettel einen Buch-, DVD- oder Hörbuchwunsch schreiben und diesen Wunschzettel dann in die Wunschbox werfen. „Das wird von den Schülern gerne genutzt, denn wenn etwas Neues rauskommt, wollen sie das gleich hier haben. Bis wir die Box leeren, kommen zwischen 100 und 150 Wunschzettel zusammen“, so Molitor. Wenn das Mediotheks-Team lange genug Wünsche gesammelt hat und die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, wird die Box geleert und ausgewertet.

Die ausgewerteten Wunschzettel werden schließlich der Schulleitung übergeben, die dann die gewünschten Medien bestellt. „Kurz vor Weihnachten haben wir die Wunschbox geleert, die Kinder haben sich vor allem Mangas, „Warrior Cats“ und „Gregs Tagebuch“ gewünscht, das sind Bücher, die immer gerne gelesen werden. Unter den Wünschen befanden sich aber auch Bücher von Nele Neuhaus, die kürzlich zur Courage-Ordensträgerin ernannt wurde“, berichtete Sonja Molitor. So wurden 50 Bücher, 15 DVDs und fünf Hörbücher ganz nach den Wünschen der EKS-Schüler angeschafft, die nun den Fundus der stetig wachsenden Mediothek bereichern.

Die Mediothek finanziert sich durch den Förderverein der Schule, der vor allem durch die Elternschaft und Veranstaltungen wie Schulfeste getragen wird. Die Erfüllung der Wünsche aus Wunschbox wird jedoch durch die Schüler selbst finanziert. „Aus den Gebühren, die die Schüler zahlen müssen, wenn sie beispielsweise die ausgeliehenen Bücher zu spät zurückgeben, finanzieren wir die Anschaffung der Wünsche aus der Wunschbox. So sammelt sich schon viel Geld an, das letztlich aber wieder an die Kinder selbst zurückgeht“, erklärte Frieder Hermann.

Die zahlreichen Medien der Mediothek der Erich Kästner-Schule stehen jedoch nicht nur den Schülern zum Ausleihen zur Verfügung, jeder der Lust und Laune hat, darf vorbeikommen. Die Mediothek hat von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet, dienstags sogar bis 13.30 Uhr. „Das Angebot, dass dienstags länger auf ist, wird rege genutzt. Deshalb würden wir das gerne noch auf die anderen Tage ausweiten, das ist jedoch zurzeit ein Problem der Arbeitskräfte. Wir sind offen für zusätzliche Helfer und brauchen auch neues Blut, das uns unterstützt“, so Hermann.

Auch Schulleiterin Stephanie Dekker freut sich über ehrenamtliche Mediothekshelfer, denn sie weiß, wie wichtig diese sind: „Ohne dieses große ehrenamtliche Engagement wäre das nicht möglich. Wir können Ihnen das gar nicht hoch genug anrechnen und sind froh, dass wir Sie haben.“

Weihnachtszauber in St.Peter

ERICH KÄSTNER-SCHULE Konzert begeistert Publikum am dritten Adventswochenende

90 Sänger versammeln sich auf den Altarstufen, hinter ihnen erhellen zwei große Scheinwerfer die Wand der St.-Peter-Kirche, und die zahlreich gekommenen Zuhörer warten gespannt auf die ersten Töne. Am Sonntagabend weihnachtete es sehr, denn auch in diesem Jahr fand das Adventskonzert der Erich Kästner-Schule statt.

„Singt und jubelt aus vollem Herzen“, forderte Kaplan Kai Wornath diese während seiner Begrüßung auf. Nach einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Chormusik spielte Musiklehrer Wolfgang Müller die ersten Akkorde, zu denen der Chor der Jahrgangsstufe fünf fröhlich mitsang. Der erste Teil des Programms widmete sich weihnachtlichen Liedern, verwandelte die Kirche in einen winterlichen, aber dennoch warmen Ort.

  • MITWIRKENDE
    Solisten: Marta Hartmann (Cajón), Maximilian Horn (Percussion), Lion Arnold (Gesang), Judith Hinrichs (Querflöte, Gesang), Hanna Molitor (Klarinette, Querflöte und Gesang), Marie Kronauer (Gesang), Tobias Schuster (Gesang), Julia Privitera (Klavier), Sophie Molitor (Gesang), Tim Fiebiger (Gesang), Philipp Eberle (Gesang), Sophie Giegerich (Gesang), Vivian Gräf (Gesang), Patricia Nonato (Gesang).

„Dies war der erste öffentliche Auftritt unseres Fünfer-Chors“, verkündete Lea Sophie Germann aus der 10 Rc, „da haben sie doch einen Applaus verdient“. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und zeigte seine Begeisterung. Mit Vanessa Kunze und Tim Fiebiger aus der 10 Ra war das Moderatoren-Trio komplett. „Das Jahr 2016 geht langsam zu Ende“, führte Tim Fiebiger im Programm fort und schaute noch einmal auf einige Ereignisse des vergangenen Jahres zurück. „Die Schule bekam nicht nur ein neues Gesicht, auch das Innere veränderte sich“, hieß es. Schulleiterin Stephanie Dekker ist nämlich seit April im Amt. Gedankt wurde ebenso den Bauarbeitern und der Schulgemeinde, die die vielen Umbauten auf sich nehmen müsse.

Bevor Hanna Molitor und Judith Hinrichs mit Klarinette und Querflöte das Lied „Krieglacher Weihnachtsglocken“ als Duo spielten, bekam Wolfgang Müller ein Geburtstagsständchen. Der Chorleiter hatte an diesem Abend Geburtstag und kam dennoch.

Mit dem Chor der Jahrgangsstufen sechs bis zehn ging es im Anschluss weiter, auch mit englischsprachiger Musik. „Er ist gekommen, um uns musikalische Freude zu bereiten“, sagte Moderatorin Lea Sophie Germann. Unterstützung bekam der Chor von Gospelsängerin Patricia Nonato. Songs wie „Good News“ und „Oh Happy Day“ verbreiteten schnell die oben angesprochene Freude, und die Solisten zeigten weiterhin ihre einzigartigen Stimmen.

Einen Wechsel am Klavier gab es kurzzeitig vor dem großen Finale, denn Schülerin Julia Privitera verzauberte die Zuhörer mit einem Piano-Solo. Aktuelle Popsongs wie „Seite an Seite“ von Christina Stürmer oder „80 Millionen“ von Max Giesinger waren letztlich Teil des Finales, wurden von Chor und Solisten noch einmal mit großer Stimmkraft präsentiert.

„Unser Konzert war sozusagen unsere Generalprobe“, lachte Wolfgang Müller zuvor, denn die Probe fiel am Vorabend aus. Deshalb habe nicht alles reibungslos funktioniert. „Ihr wart großartig“, lobte er die Schüler trotzdem. Schließlich hätten sie zu dem tollen Konzert am meisten beigetragen. Bevor es sein Ende fand gab es mit „Last Christmas“ und „Stille Nacht“ eine weihnachtliche Zugabe, letzterer Klassiker sogar in verschiedenen Sprachen.

„Es ist eine Arbeit, die man nicht hören, aber sehen kann“, schätzte Vanessa Kunze das Engagement der Technik, verabschiedete sich anschließend mit ihren beiden Mitschülern. Schulleiterin Stephanie Dekker und ihr Vertreter Mark Wohlfahrt dankten zum Schluss allen Beteiligten und der Pfarrgemeinde. „Es hat mich noch einmal weihnachtlich gestimmt“, freute sich Dekker.

500 Nikoläuse und liebe Sprüche- Aktion der SV

Die Schülervertretung der Erich-Kästner-Schule (EKS) landete am Nikolaustag einen Doppelschlag, um ihren Schülern wie der gesamten Schulgemeinde ein feierliches Ambiente innerhalb des Schulallerleis zu bieten. Schon länger als ein Jahrzehnt verteilen Mitglieder der Schülervertretung Nikoläuse an ihre Mitschüler, Lehrer – und auf keinen Fall zu vergessen – die Sekretärinnen und Hausmeister.

Sage und schreibe über 500 Nikoläuse waren im Vorfeld bestellt und mit lieben Sprüchen verziert worden, so dass Panagiotis Katsoupis, Samuel Huy (Nikolaus), Husret Yildiz, Torben Hofmann (Knecht Ruprecht) sowie die Engel Janine Schmidt, Luzie Becker, Sima Öztürk und Helin Cakar ordentlich zu tun hatten, um diese in durchaus besinnlicher Weise zu verteilen. Lachende Gesichter sah man im gesamten Schulgebäude. Weiter verkauft die Schülervertretung nun einmal im Monat Brötchen plus, wobei das „plus“ für eine wechselnde Überraschung steht.

Sportarten aus den Staaten getestet- American Football

EKS American Football und Cheerleading mit den Redskins Bürstadt / Acht Klassen spielen gegeneinander

Fußball, Turnen und Hockey sind oft auf Lehrplänen im Sportunterricht vertreten. Anders sieht es dabei mit American Football oder Cheerleading aus, denn diese beiden Aktivitäten werden eher selten behandelt. An der Erich Kästner-Schule widmet man sich daher nun seit einiger Zeit den aus Amerika stammenden und durchaus zusammenhängenden Sportarten. Gemeinsam mit den Redskins Bürstadt startete Lehrer Mirko Knapp vor etwa einem Monat ein Projekt.

„Wir versuchen, das ganze wiederzubeleben“, erklärte er am Mittwochvormittag, als sich die acht Klassen aus den Jahrgängen fünf bis acht in der Sporthalle trafen. „Heute ist der Abschluss des Projektes, die Schüler präsentieren ihr Können“, so der Sportlehrer. Währenddessen gab es viele Jubelschreie, besonders durch die Cheerleadergruppen der jeweiligen Klassen. „Jeder konnte sich nach seiner Präferenz entscheiden“, wies Knapp auf die Freiheit der Schüler hin. Entweder war es möglich mit Bernd Fengel das sogenannte Flag-Football zu erlernen oder mit Miriam Beyerle Cheerleading auszuprobieren.

Projekt soll auch am LGL durchgeführt werden

Mirko Knapp unterrichtete zwei Klassen und zeigte sich begeistert: „Es kam sehr gut an und war etwas ganz anderes im Vergleich zum normalen Unterricht.“ Gespielt wurde immer zweimal 20 Minuten mit Halbzeit. Diese Momente waren dann für die Cheerleader reserviert, in denen sie mit einer eigenen Choreographie zu aktueller Chartmusik ihre tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis stellten.

„Die Klassen sind sehr angenehm gewesen“, resümierte Miriam Beyerle ihre Erfahrung mit dem Nachwuchs. Sie ist Cheerleaderin der „Red Arrows“ und Trainerin der „Tomahawks“ beim TV Bürstadt. Neben der sportlichen Leistung sei auch viel Engagement gefragt, schließlich stehe das Anfeuern der Sportler ebenso im Vordergrund. „Die wöchentlichen Sportstunden haben unheimlich viel Spaß gemacht“, war sich Bernd Fengel sicher.

Der Football-Trainer kooperiert schon einige Zeit mit örtlichen Schulen, ist diesmal mit Matthias Zeimet, Christian Steffen, Lukas Brems und Tyrone Booker an der Erich Kästner-Schule gewesen. „Uns liegt es sehr am Herzen“, so Fengel. Flag-Football nennt sich die gelernte Variante der Schülerinnen und Schüler. Wesentlicher Unterschied zum American Football ist, dass der Angreifer durch das Herausziehen einer Fahne (Flag) aus dem Gürtel gestoppt wird, anstatt eines körperlichen Tacklings.

Schon für das neue Jahr plant Fengel Projekte, so soll auch am Lessing-Gymnasium in Lampertheim (LGL) erneut American Football und Cheerleading gelehrt werden. Vielleicht wartet dann sogar ein Schulwettbewerb im Sommer.

Forschertag der Grundschüler (Schillerschule)

Der 1. Dezember 2016 war für die Schüler der 4. Klassen der Schillerschule Bürstadt ein Schultag der besonderen Art. Gemeinsam mit Ihren Klassenlehrkräften waren sie zu Gast in der EKS, um dort einen "Forschertag" zu erleben. Die naturwissenschaftlichen Fachschaften und Frau Weiß von der Fachschaft Deutsch hatten sich ein interessantes Programm für jede der Klassen überlegt.

Neben "Forscherstunden" in den neuen naturwissenschaftlichen Fachräumen wurde mit Hilfe eines Quizz die Mediothek der EKS erkundet. Die Grundschüler konnten so unter Anleitung in Physik einfache Schaltkreise bauen, haben in Biologie einiges zum Thema Fische erfahren und im Chemieraum kleine chemische Experimente selbst durchgeführt. Hier wurden Fragen wie: Warum brennen Brennesseln?, Wie kann man Salz und Pfeffer mit einem Luftballon trennen?, Warum macht Backpulver den Kuchen locker? etc. mit einfachen chemischen Experimenten untersucht. Bei allen Stationen waren Schüler der Klasse 9 G c bzw. 9 R d als Helfer im Einsatz. Zum süßen Abschluss gab es dann von Schülern der WPU-Kurse 7, 9 und 10 unter Anleitung von Frau Negle selbstgebackene Waffeln und warmen Kakao in der Mensa. Schüler der Klasse 9 R d fungierten dabei als "Paten" für die Klassen; sie begleiteten die Kinder während der ganzen Zeit in der EKS,  zeigten ihnen den Weg zu den Räumen und  standen für Fragen bereit.

 

Die Kraft der Vorstellung- Märchenerzählerin zu Gast

EKS Märchenerzählerinnen Rotraut Willms und Liselotte Recknagel zu Gast

„In einem Märchen würden wir schon über 100 Jahre hierher kommen“, antwortete Liselotte Recknagel auf die Frage, wie lange sie denn schon die Erich Kästner-Schule besuche. Tatsächlich kommt sie seit vielen Jahren nach Bürstadt, um Fünftklässlern die Geschichten der Gebrüder Grimm und anderen Märchenautoren zu erzählen. Am Dienstagmorgen war sie nun gemeinsam mit ihrer Freundin und Kollegin Rotraut Willms in den Klassen unterwegs und begeisterte nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler. Initiiert wurde die Aktion von Sigrid Röhrborn.

„Das Besondere ist, dass wir die Märchen nicht vorlesen sondern erzählen“, erklärte Rotraut Willms. Denn die Schüler werden während der Stunde mit eingebunden, dürfen sogar auf den mitgebrachten Instrumenten spielen. „So wie die Märchen aus aller Welt kommen, stammen auch die Instrumente aus aller Welt“, erklärte die Bochumerin. Ebenso wie Recknagel lebt sie im Ruhrgebiet. Der Kontakt nach Bürstadt entstand durch deren Tochter, die als Lehrerin an der Gesamtschule unterrichtet.

  • EHRENAMTLICH
    Die zwei Märchenerzählerinnen besuchten die Schule ehrenamtlich. Lediglich ein kleiner Betrag wurde entgegengenommen, mit dem die Bochumer Suppenküche unterstützt wird.

Vor allem die Fantasie der Zuhörer soll durch die Märchen angeregt werden. Deshalb sei es nicht wichtig, ob sich Kinder, Erwachsene oder Senioren in einem Raum befänden. „Die Kraft der Märchen steckt in den Bildern“, ergänzte Willms ihre Erklärung. Dabei erinnerte sie sich auch noch einmal an die Worte ihres Ausbilders: „Wenn ich mir eine Figur nicht vorstellen kann, können es die Hörer auch nicht.“ Dementsprechend gestalten die ausgebildeten Erzählerinnen ihre Stunden mit viel Wortbetonung, Gestik und Augenkontakt. Die Geschichten werden daher völlig frei vorgetragen.

Fünftklässler sitzen im Stuhlkreis zusammen

Sechs fünfte Klassen besuchten die beiden Märchen-Expertinnen am Dienstag, darunter die 5 Ga von Margit Heumann. In einem Stuhlkreis versammelten sich die Gymnasiasten und lauschten gespannt den Worten Willms. „So einfach kommt man ja gar nicht in das Märchenland“, begann diese und nahm sie mit auf eine Fantasiereise. Dabei begegnete ihnen ein großer Berg, der überwunden werden musste. Am Märchentor angekommen, fehlte der richtige Schlüssel. Mit der eigenen Vorstellungskraft sollten die Kinder ihren persönlichen, imaginären Schlüssel suchen. „Jeder hat einen Schlüssel zum Märchenland“, war sich Willms sicher.

Selbst nach der großen Erfahrung im Erzählen von Märchen verstecke jeder Schulbesuch für sie eine Überraschung. Denn den Kindern selbst ist es überlassen, welche Märchen gehört werden. So wurden auch diesmal drei Zettel aus einer kleinen Kiste gezogen. Mit dabei: das russische Märchen „Der Kloß“, sowie „Die drei Raben“ und „Vom Sommer- und Wintergarten“ der Gebrüder Grimm. Das letzte Märchen erinnerte mit seiner Handlung an das bekanntere französische Volksmärchen „Die Schöne und das Biest“. Eine Hochzeit fehlte in dem Grimmschen Märchen also nicht, weshalb der gesamte Deutschkurs dazu musizierte. Mit einem Daumenklavier aus Namibia, einer Klangschale aus Indien und vielen weiteren Instrumenten spielten sie die Szene am Ende nach.

Dann waren die 45 Minuten auch schon vorbei, es wurde Zeit, das Märchenland zu verlassen. „Das Märchentor muss noch zugemacht werden“, wies Willms die Schüler hin. Den gesamten Weg ging sie mit Lehrerin und Schülern also wieder zurück, vorbei am Berg. „Auch ich als Lehrerin habe wieder dazugelernt“, freute sich Klassenlehrerin Margit Heumann über den Besuch. „Es macht immer wieder Spaß.“ Besonders das Engagement der Kinder sei dabei zu beachten, denn deren „Konzentration ist unheimlich gefragt“. Von der positiven Aufnahme der Schüler gaben sich auch Rotraut Willms und Liselotte Recknagel begeistert. „Die Atmosphäre ist immer ganz toll“, hieß es.

Bücher zum Leben erwecken- Vorlesewettbewerb

Ana Seifarth vertritt die EKS beim Regionalentscheid der Schulsieger.

VORLESEWETTBEWERB EKS-Schülerinnen Ana Seifarth und Alina Winter teilen sich den Sieg

Für die Schüler der sechsten Klasse n der Erich Kästner-Schule (EKS) steht der Dezember jährlich ganz im Zeichen von Büchern. Denn zu dieser Zeit ruft der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Schulen auf, am Vorlesewettbewerb mitzumachen. „Beim Vorlesewettbewerb geht es darum, einen Text allein mit der Stimme als Ausdrucksmittel zum Leben zu erwecken“, heißt es im Leitfaden für die Bewertung. Für diese gibt es viele Kriterien, denn den Schülern soll es gelingen, das Publikum zu erreichen und das gewählte Buch interessant zu präsentieren.

Das Publikum bestand allerdings nicht aus anderen Schülern und Lehrern, sondern aus der sechsköpfigen Jury. Am Montagvormittag versammelten sich Deutsch-Fachschaftsleiter Oliver Weinmann, Studienrätin und Organisatorin des Wettbewerbs Kathrin Mühlenbruch, die beiden Deutsch-Lehrerinnen Susen Seelinger und Maike Sattler-Wolf sowie die zwei Schüler der 10 Rc Selina Schmidt und Juri Hofmann deshalb in der Mediothek, um die fünf bereits ermittelten Klassensieger im Finale zu sehen.

  • TEILNEHMER
    Klassensieger: Serkan Turan (6H), Alina Winter (6Ra), Marta Hartmann (6Rb), Emin Drekovic (6Rc), Ana Seifarth (6G).

    Schulsieger: Alina Winter (6Ra), Ana Seifarth (6G).

Im Vorfeld hielten die Sechstklässler in der eigenen Klasse Präsentationen über den ausgewählten Roman. Titel und Autor mussten dabei erläutert werden, und letztlich folgte die dreiminütige Vorlesezeit einer Textpassage. Danach erhielt der Schüler einen unbekannten Text. Serkan Turan, Alina Winter, Marta Hartmann, Emin Drekovic und Ana Seifarth behaupteten sich in ihren Klassen und traten am Montag zum Finale an. Auch hier präsentierten sie ihre Lieblingsbücher, darunter „Ben liebt Anna“ von Peter Härtling und „Ich schenk dir eine Geschichte“ von Annette Langen.

Für die Jury galt es dann, auf Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl zu achten. Ist der Vortrag lebendig und eindrucksvoll gestaltet? Stimmt die Zeitplanung? Hat der Schüler eine deutliche Aussprache? All diese Fragen versuchte sie zu beantworten. Für die Bewertung musste eine Punktzahl zwischen eins und fünf pro Kategorie angekreuzt werden, die zusammengerechnet die Gesamtsumme bildet.

Als Fremdtext wurde den teilnehmenden Schülern Auszüge aus Erich Kästners „Emil und die Detektive“ gegeben, die sie nach ihrem Wahltext vortrugen. „Heute waren alle Klassensieger gut“, lobte Oliver Weinmann die Sechstklässler nach der Auswertung und Jury-Besprechung. „Nur Kleinigkeiten haben es entschieden“, erkannte er.

Als Schulsieger wurden Ana Seifarth und Alina Winter bestimmt, da beide die gleiche Punktzahl erreichten. Weil jede Schule allerdings nur einen Gewinner zum Regionalentscheid entsenden darf, musste ein Losverfahren helfen. Dieses entschied für Ana Seifarth, die nun stellvertretend für die Bürstädter Schule um den Sieg beim Kreisentscheid lesen wird. Alle fünf Teilnehmer erhielten für ihr Engagement ein Buchpräsent, das von der Buchhandlung Pegasos gestiftet wurde.

EKS-Schüler gestalten Adventskonzert

Die Schüler der Erich Kästner-Schule (EKS) gestalten am dritten Adventssonntag, 11. Dezember, um 17 Uhr ein vorweihnachtliches Konzert in der Pfarrkirche St. Peter. Die Chorgruppen der EKS haben sich seit Beginn des neuen Schuljahres mit besinnlichen und beschwingten, mit traditionellen und aktuellen Liedern und Songs auf dieses Ereignis vorbereitet.

Den ersten Teil des Programms bestreiten die Mitglieder der fünften Jahrgangsstufe. Es ist ihr erster öffentlicher Auftritt. Im zweiten und dritten Block zeigen die Jahrgangsstufen sechs bis zehn ihre stimmlichen Fähigkeiten. Zum großen Finale treffen sich dann beide Chorgruppen gemeinsam auf den Stufen des Kirchenraums von St. Peter. Rhythmische und harmonische Unterstützung finden die Chöre in einer Instrumental- und Perkussionsgruppe. Die Erich Kästner-Schule lädt zu dieser Veranstaltung alle Eltern, Verwandte und Freunde der EKS ein. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Über eine Spende zugunsten des Fördervereins der Erich Kästner-Schule würden sich alle Beteiligten freuen.

Chemie-Fortbildung der EKS


Wenn Lehrer wieder zu Schülern werden

oder:
„Sauer macht lustig“ – Fortbildung Chemie an der EKS

Am Donnerstag, dem 13. Oktober, trafen sich Lehrkräfte des Faches Chemie aus dem Kreis Bergstraße in der EKS, um neue Impulse für Ihren Unterricht zu erhalten. Die Fachschaft Chemie der EKS hatte dazu Prof. Ducci und sein Team von der PH Karlsruhe eingeladen. Das Team um Prof. Ducci ist zuständig für die Aus- und Fortbildung von Chemielehrern und erarbeitet seit Jahren neue Konzepte mit interessanten Experimenten zu den verschiedensten Themen der Chemie.

In einem Experimentalvortrag wurde zuerst der Themenbereich „Säuren und Laugen“ angesprochen und interessante Beispiele gezeigt, diese für Schüler ansprechend in den Unterricht einzubauen. In der Zwischenzeit hatten die Mitarbeiterinnen im Fachraum nebenan verschiedene Experimente aufgebaut, die im Anschluss selbst durchgeführt werden konnten. Hierbei fand auch ein reger Austausch zwischen den Fachkollegen der verschiedenen Schulen statt.

Wie man den Fotos entnehmen kann, waren die teilnehmenden Lehrkräfte auch noch am späten Nachmittag mit Feuereifer und Spaß dabei. Da jeder Teilnehmer ein Skript mit den Anleitungen mit nach Hause nehmen durfte, können sich die Schüler der betreffenden Kolleginnen und Kollegen in den nächsten Wochen auf viele neue spannende Experimente freuen.

Feiern auf dem Siegertreppchen: "Running Kids"

Kim Elena Schader belegte nach der schulinternen Stadtlauf-wertung den dritten Platz. Zweiter wurde Markus Krier und das schnellste "Running Kid" war Ivan Pavlic.

ERICH KÄSTNER-SCHULE 19 „Running Kids“ nahmen am Stadtlauf teil / Ivan Pavlic holt Wanderpokal

„Wir sind selbst nicht nur Sportlehrerinnen, sondern auch begeisterte Läufer. Unser Hobby war es, das uns auf die Idee brachte, laufbegeisterten Schülerinnen und Schülern einen Rahmen für ihre Leidenschaft zu geben und sie so zu fördern. Mit dem Projekt ‚Running Kids‘ konnten wir diese verwirklichen“, erklärte Sportlehrerin Anette Weiß der Erich Kästner-Schule (EKS) in Bürstadt, die dieses neue Projekt zusammen mit Kollegin Lara Bühler kürzlich ins Leben gerufen hatte.

Voller Stolz und Ehrgeiz teilgenommen

Im Rahmen des Projektes „Running Kids“ konnten Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen erstmals für die EKS beim Bürstädter Stadtlauf antreten. Auf freiwilliger Basis konnten sich alle diejenigen bei den beiden leitenden Lehrerinnen melden, die großen Spaß am Laufen haben und deshalb unter den allerersten „Running Kids“ der EKS sein wollten. Ganze 19 Läuferinnen und Läufer sind so zusammengekommen und bestritten voller Stolz und Ehrgeiz den 2,5-Kilometer-Schnupperlauf beim Stadtlauf am vergangenen Kerwesonntag. Schulleiterin der EKS Stephanie Dekker betonte: „Ich war beim Stadtlauf selbst dabei, die Stimmung war einfach toll und alle Leute waren super drauf.“

In dieser stimmungsvollen Atmosphäre gelang es den 19 laufbegeisterten Schülerinnen und Schülern, tolle Ergebnisse zu erzielen, die nicht nur mit einem „Finishershirt“ vom Stadtlaufteam belohnt, sondern auch noch einmal feierlich in einer schulinternen Siegerehrung hervorgehoben wurden. Den dritten Platz der 19 „Running Kids“ belegt Kim Elena Schader, die die 2,5 Kilometer in 13 Minuten und 16 Sekunden zurückgelegt hatte. Den zweiten Platz sicherte sich Marius Krier mit einer Laufzeit von 12,03 Minuten. „Das schnellste ‚Running Kid‘ der EKS war in diesem Jahr Ivan Pavlic“, freute sich Stephanie Dekker. Mit einer gelaufenen Zeit von 11,29 Minuten ist Ivan Pavlic der Schulsieger des neuen EKS-Projekts „Running Kids“. Die drei Erstplatzierten erhielten für ihre guten Leistungen beim Stadtlauf sowohl eine Urkunde als auch eine Medaille. Schulsieger Ivan Pavlic konnte sich zudem über den Wanderpokal der „Running Kids“ freuen.

Dieser wird fortan in der Glasvitrine im Foyer der Schule neben einigen Bildern vom Stadtlauf seinen Platz finden. Da das Projekt „Running Kids“ für die sieben Klassen fortan ein fester Bestandteil des Sportangebotes der Erich Kästner-Schule bleiben soll, wird dieser Wanderpokal Jahr für Jahr an den neuen Schulsieger weitergereicht und wieder in der Schule ausgestellt. „Der Pokal ist für die Kinder ein Anreiz selbst mitzulaufen, weil sie so sehen, dass es nicht einfach nur ein Sportevent ist, sondern dass die komplette Schule dahintersteht“, hob Sportlehrerin Lara Bühler hervor. Sichtlich zufrieden zeigten sich die beiden Initiatorinnen: „Das Pilotprojekt ist dieses Jahr toll angelaufen, vielleicht sind es im nächsten Jahr sogar noch mehr ‚Running Kids‘, die am Stadtlauf teilnehmen.“

Wie bewerbe ich mich richtig?

EKS Elternabend zur Berufsorientierung mit praktischen Tipps zu Anschreiben und Lebenslauf

Feuerwehrmann, Ärztin, Astronaut, Prinzessin – schon in jungen Jahren äußern Kinder ihren Berufswunsch. Ob der gewünschte Beruf auch im Teenageralter und nach dem Schulabschluss in Frage kommt, dabei hilft das Ausprobieren. Daher steht auf den Stundenplänen vieler Schüler ein Praktikum. So auch an der Erich Kästner-Schule. Damit das auch etwas wird mit dem gewünschten Praktikumsplatz, veranstaltete die Schule den ersten Elternabend zur Berufsorientierung.

Das Thema Berufsorientierung und Praktika wurde oft auf Elternabenden angesprochen und auch bei einer Elternbeiratssitzung. „Da denkt man mit Blick durch die Lehrerbrille, es sei doch alles klar und merkt schließlich, dass es doch nicht so ist“, so Schulleiterin Stephanie Dekker. Daher war sie ihrem Kollegen Sven Dehoust und Elternbeiratsmitglied Achim Antes dankbar, sich dieser Aufgabe angenommen zu haben.

Dehoust und Antes hofften, „dass wir die Fragezeichen zum Thema Berufsorientierung und Bewerbung auflösen können“, so der Lehrer. Eingeladen waren die Eltern, deren Kinder zurzeit die achte Klasse des Gymnasialzweigs und die neunte Klasse der Realschule besuchen. Doch das Thema war das Gleiche: Betriebspraktikum. Dazu zählt die Vorbereitung darauf in der Schule, das Zusammenstellen der Unterlagen vom Deckblatt über das Anschreiben bis hin zum Lebenslauf. Die Frage nach dem richtigen Versenden einer Online-Bewerbung und was alles in den Praktikumsordner gehört, wurde ebenfalls geklärt.

Auch die Schule trägt natürlich ihren Teil dazu bei und bereitet die Kinder im Unterricht in der neunten Klasse vor. Dort werden gemeinsam im Klassenverbund die Bewerbungsunterlagen behandelt und zusammengestellt. Für beide Schulzweige jeweils in der neunten Klasse. Welche Unterlagen werden benötigt, was muss in die Bewerbungsmappe? Diese Frage können wohl die meisten beantworten: Anschreiben, Lebenslauf, ein Foto sowie Zeugnisse.

Über den Job bereits im Vorfeld informieren

„Je größer die Firma beziehungsweise das Unternehmen, desto früher sollte man die Bewerbung abschicken“, so Achim Antes. Wie eine solche Bewerbung aussehen kann, erklärte er ebenfalls den Eltern. Dazu zählt zunächst das Deckblatt, „das hört sich so lapidar an – zu meiner Zeit war es ein weißes Blatt, der Lebenslauf und einige Sätze, dass ich mich bewerbe“, so Antes. Heute müsste man eine ganze Mappe zusammenstellen. Wichtig seien beim Deckblatt die Angaben der Kontaktinformationen sowie das Passbild. Für das Anschreiben sei die Information wichtig, für welche Stelle oder welchen Praktikumsplatz man sich bewerbe sowie den Zeitraum des Praktikums. Weiter sollten im Anschreiben persönliche Angaben stehen, wie etwa: „Ich bin 15 Jahre alt und schließe die Schule im Jahr xy mit der Mittleren Reife/dem Abitur ab.“ Außerdem sollte man zeigen, dass man sich über den Beruf, für den man sich bewirbt, im Vorfeld bereits informiert hat.

Das Erstellen des Lebenslaufs habe sich in den vergangenen Jahren nicht wirklich verändert. Der einzige Unterschied ist die Reihenfolge. „Jetzt schreibt man in umgekehrter Reihenfolge: ,Von wo bin ich‘ zu ,wo komme ich her‘“, so Antes. Wichtig ist zudem die Angabe bereits geleisteter Praktika. Verschickt man die Bewerbung online, sollte man die Dokumente von Word in PDF konvertieren und sich die Bewerbung zunächst als Test selbst noch einmal schicken.

Wenn es mit dem Praktikum geklappt hat und die Schüler die zwei Wochen vor den Osterferien in den Betrieben sind, hört die Arbeit nicht auf, denn auch ein Praktikumsordner muss geführt werden. Darin enthalten: die Erwartungen an das Praktikum und den Beruf, die Beschreibung des Berufsbildes, Wochenberichte, Bewertungsbogen ausgefüllt durch den Betrieb sowie die Frage, ob die vorherigen Erwartungen der Schüler erfüllt wurden.

Schülervertretung neu gewählt

ERICH KÄSTNER-SCHULE Schülervertretung neu gewählt / Schulsprecher ist Panagiotis Katsoupis

Noch ein wenig schüchtern wirkten die Schüler, die am Mittwochnachmittag die Sitzung der Schülervertretung (SV) anführten. Immerhin sind die neuen Schulsprecher erst seit wenigen Tagen im Amt. Ihnen zur Seite stand und steht auch weiterhin SV-Lehrer Michael Feick.

Das neue Schuljahr ist gerade einmal einige Wochen alt und schon gibt es die ersten Neuigkeiten zu verkünden: Die Schüler haben ihren neue Schulsprecher samt Stellvertreter gewählt. Für das kommende Jahr wird der 17-jährige Panagiotis Katsoupis an der Spitze der Schülervertretung stehen. Ihm zur Seite stehen seine Stellvertreter Samuel Huy und Thamiliny Thurilingam.

Online-Vertretungsplan ist angedacht

Erfahrung in der SV können alle drei aufweisen. Während Schulsprecher Panagiotis im vergangenen Jahr bereits als Klassensprecher Teil der SV war, kann die 15-jährige Thamiliny bereits auf zwei Jahre als Klassensprecherin zurückschauen. Ebenfalls nicht neu ist das Amt für den 15-jährigen Samuel Huy, der bereits im vergangenen Schuljahr stellvertretender Schulsprecher war.

Eines haben die drei jedoch gemeinsam: Ihnen macht die Arbeit innerhalb der SV großen Spaß, da man etwas bewegen kann. „Das ist mein letztes Jahr hier an der Schule“, so Thamiliny Thurilingam, die den Gymnasialzweig der EKS besucht. „Daher wollte ich noch einmal etwas Gutes tun für die Schüler, die noch hier sind“, so die Stellvertreterin. Und jeder Einzelne von ihnen hat sich einiges vorgenommen, um für ihre Mitschüler etwas zu bewegen.

„Viele beschweren sich über die Preise und das Sortiment am Kiosk“, so die Zehntklässlerin Thamiliny. So mancher vermisse etwas „Nervennahrung“ in der Auslage – wie Schokolade oder „echtes Nutella“. Der Haken daran sei jedoch, dass es sich bei der Erich Kästner-Schule um eine „Gesunde Schule“ handle. In Zeiten von Smartphones und Technik vermissen die Schüler einen Online-Vertretungsplan, so dass man bereits am Morgen schauen kann, welche Schulstunden gegebenenfalls ausfallen. Dieses Ziel haben der Schulsprecher und seine Stellvertreterin gemeinsam. „Ich habe mich auch schon mit entsprechenden Personen in Verbindung gesetzt“, so Schulsprecher Panagiotis.

Ein weiteres Ziel des Schulsprechers ist für ihn ebenfalls aktuell, denn auch er ist in seinem letzten Schuljahr an der EKS, wo er seinen Realschulabschluss machen wird. Er plädiert für ein Abgängerfest mit verschiedenen Spielen auf dem Schulgelände, was ein wenig als Ersatz für den mittlerweile verbotenen Abgängersturm dienen soll. Auch einen Abgängerball soll es geben in entsprechendem Ambiente. Dafür trat der Schulsprecher bereits in Kontakt mit Bürgermeisterin Bärbel Schader, denn „der Abgängerball soll ins Bürgerhaus.“

Weiter freuten sich Panagiotis Katsoupis und Thamiliny Thurilingam über die hohe Wahlbeteiligung. Von 890 Wahlberechtigten wurden 843 Stimmen abgegeben, wovon 811 gültig waren. Dabei konnte sich Panagiotis Katsoupis gegen die anderen Kandidaten durchsetzen.

Zu gut für die Mülltonne - Bücherflohmarkt

TAG DER NACHHALTIGKEIT Erich-Kästner-Schüler veranstalten Bücherflohmarkt und Sinnesparcours

Wenn ein Buch gelesen ist, dann wandert dieses oft zurück ins Regal. Oder auf den Speicher. Nach Jahren des Einstaubens werden die guten Stücke oft entsorgt – der Inhalt ist schließlich bekannt oder einfach nicht mehr altersgemäß.

Dieses Problem kennen auch die Schüler der Erich-Kästner-Schule. Weil sie aber der Meinung sind, dass andere von den Schriftstücken noch profitieren können, haben sie im Rahmen des gestrigen Tages der Nachhaltigkeit auf dem Schulhof einen Bücherflohmarkt organisiert. Jüngere Schüler sowie die Viertklässler der Schillerschule waren eingeladen, um zu stöbern, zu tauschen, zu kaufen oder zu verschenken.

„Alle unsere Fünftklässler haben zuhause geguckt, welche Bücher sie nicht mehr brauchen, und diese mitgebracht. Gemeinsam haben wir uns dann die Originalpreise und den Zustand der Bücher angeschaut und neue Preise festgelegt“, erklärte Lehrerin Maike Sattler-Wolf. Durch die Aktion könnten die Schüler einerseits ihr Taschengeld aufbessern und andererseits erfahren, dass es sich lohnen kann, Dinge noch einmal zu verwenden.

Interessiert wühlten sich die Jugendlichen durch die Tische, jede Klasse hatte einen Stand vorbereitet. Von Pferdegeschichten über Tierlexika und Detektivabenteuer war im Repertoire der Fünftklässler alles zu finden, was junge Leseratten interessieren könnte.

Doch auch die Sechstklässler der EKS sollten im Rahmen des Nachhaltigkeitstages nicht zu kurz kommen. Auf sie wartete im Inneren des Schulgebäudes ein Sinnesparcours, der von Elke Wagner-Pommerenke vorbereitet worden war. An verschiedenen Stationen konnten die Jugendlichen hier unter anderem der Frage auf den Grund gehen, welchen Weg das Essen zurücklegt, bis es auf dem eigenen Teller landet.

„Wir haben eine Station, an der die Schüler an Kräutern riechen und probieren sollen. An einer anderen haben wir Äpfel und anderes Obst ausgelegt, auf deren Verpackungen die jeweiligen Herkunftsländer zu finden sind. Auf einer Weltkarte sollen diese festgesteckt werden“, betonte sie. Dabei könne unter anderem der Frage nachgegangen werden, ob es wirklich nötig ist, Äpfel aus Neuseeland zu importieren, wenn diese auch in Deutschland zu haben sind. Leckeres habe schließlich auch die Heimat zu bieten.

An weiteren Stationen konnten Obst und Gemüse probiert und anhand von Kärtchen entsprechend benannt werden. „Viele kennen das Gemüse heutzutage nur noch in verarbeiteter Form. Das stellen wir leider immer wieder fest“, betonte Wagner-Pommerenke, während sich die Schüler durch Brokkoli, Avocado und Feigen testeten. Angeleitet wurden sie dabei von Schülern der zehnten Klasse, die derzeit einen Kochkurs belegen. „So lernen auch diese noch mal dazu“, erklärte die Lehrerin abschließend.

Premiere für die Running Kids - Eks-Schüler beim Stadtlauf

STADTLAUF Siebtklässler der Erich Kästner-Schule gehen bei der 2,5-Kilometer-Strecke an den Start

Bürstadt bewegt sich, und die Erich Kästner-Schule (EKS) bewegt sich mit. Zum ersten Mal werden dieses Jahr Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs der EKS am Bürstädter Stadtlauf teilnehmen. Auf der 2,5-Kilometer-Strecke wollen die „Running Kids“ der EKS ihre Ausdauer, ihr Lauftalent und ihren Ehrgeiz unter Beweis stellen. Aber an oberster Stelle stehen wie auch im alltäglichen Sportunterricht der Spaß an der Bewegung und die Freude über das gemeinsame Erreichen eines Ziels.

Organisiert wird die Teilnahme der „Running Kids“ von den beiden Sportlehrerinnen Frau Bühler und Frau Weiß, welche selbst begeisterte Ausdauersportler sind und die EKS-Schülermannschaft beim Stadtlauf mit vereinten Kräften unterstützen werden.

Medaillen für die besten Läufer

Der Startschuss fällt am Sonntag, 2. Oktober, um 11.30 Uhr am Historischen Rathaus in Bürstadt. Die besten drei Läufer/innen der EKS werden in einer schulinternen Ehrung mit entsprechenden Medaillen ausgezeichnet. Außerdem soll es einen Wanderpokal geben, der an den Schulsieger überreicht wird und anschließend im Schulhaus der EKS bewundert werden kann. Schließlich sollen die „Running Kids“ ein fester Bestandteil des Schulprogramms der EKS werden.

Finanzcoaching für Schüler der 7. Klasse

Wie kommt Anton mit seinem Geld aus?

 

Der 7. Juni 2016 war ein außergewöhnlicher Schultag für die Schüler der Klassen 7Ga und 7Gb und ihre PoWi-Lehrer Herr Fleck und Herr Weiland, denn an diesem Tag wurden aus Schülern Finanzexperten.

Frau Bamberg und Frau Schilling von der AWO waren in der Mediothek zu Gast und stellten gemeinsam mit den Schülern im Rahmen des Projekts „Mein Konto, mein Auto, meine Wohnung“ einen Haushaltsplan für den fiktiven Auszubildenden Anton auf. Nachdem die Schüler Anton ein wenig Leben eingehaucht hatten, indem Sie festlegten wo Anton wohnen sollte und welche Hobbys er haben könnte, ging es los.

Zunächst mussten die Schüler in Gruppen eine Wohnung für Anton suchen. Neben Größe, Lage und Verkehrsanbindung der Wohnung galt es auf den Preis zu achten, schließlich sollte ja noch genug Geld für andere Dinge übrig bleiben. Nachdem die Wohnung ausgewählt war stand die nächste Entscheidung an, nämlich die Wahl eines Telefon- und Internetvertrags. Nachdem auch das erledigt war, musste auch ein neuer Mobilfunkvertrag für Anton her. Doch welcher soll es sein? Muss es ein neues I-Phone sein oder kann Anton sich auch mit einem Auslaufmodell begnügen? Wie viele Inklusivminuten und welches Datenvolumen sind tatsächlich nötig? Bei all diesen Entscheidungen galt es wieder vor allem auch auf den Preis zu schauen, schließlich benötigt Anton noch Geld für Versicherungen und Hobbys und ein Kinobesuch sollte auch ab und zu noch drin sein. Gegen Ende des Projekts füllten die Schüler dann noch den ersten Überweisungsträger ihres Lebens aus, um Antons erste Miete zu überweisen.

Die beiden Projektleiterinnen und die PoWi-Lehrer der beiden Klassen konnten am Ende zufrieden sein. Allen Gruppen war es gelungen, einen Haushaltsplan für Anton aufzustellen, der alle monatlichen Kosten abdeckt, ohne dass Anton sich verschulden müsste.

So erhielten alle Schüler am Ende hochverdient ihre Urkunde, die sie als Nachwuchs-Finanzexperte auszeichnet.

Nicht nur verlebten die Schüler einen abwechslungsreichen Projekttag, vor allem sind sie nun bestens gerüstet wenn sie in ein paar Jahren selbst ihren eigenen Haushalt gründen. Und vielleicht erinnert sich der eine oder andere Schüler bei den dann anstehenden Entscheidungen ja an diesen Tag und trifft vernünftige Entscheidungen, die dafür sorgen, dass es ihm an nichts mangelt, er sich aber vor allem nicht verschuldet.

Dem "Ernst des Lebens" mit Freude begegnen - Einschulung der Fünftklässler

125 Fünftklässler werden in der Sporthalle der EKS mit Chorliedern und einem Theaterstück empfangen

Sechs Wochen lang ruhten die Rucksäcke unangetastet in der Ecke des Kinderzimmers. Nun müssen sie wieder über die Schulter gespannt und der berühmte Gang angetreten werden. Der Schritt zurück zu den Gewohnheiten, zum Schulalltag, oder dem „Ernst des Lebens“, wie Schulleiterin Stephanie Dekker betont. Auch für die „großen“ Schüler wirkt dieser Tage alles irgendwie neu und doch vertraut. Ein großes Hallo gibt es beim Wiedersehen mit den Klassenkameraden auf dem Schulhof. Für die Fünftklässler aber ist die Erich Kästner-Schule (EKS) noch völliges Neuland. Statt in vertraute, blicken sie am Dienstagmorgen in viele neue, unbekannte Gesichter. Da sind sie froh, dass sie in der neuen Umgebung einen Elternteil bei der Hand haben.

Die Parkplätze an der EKS sind anlässlich der traditionellen Begrüßung der Fünftklässler gewohnheitsmäßig schnell vergriffen. Und als sich immer mehr Schüler und Eltern auf dem Pausenhof tummeln, steigt auch der Geräuschpegel. Beim Gang Richtung Sporthalle trennen sich die Wege. Für die 125 aufgeregten Fünfklässler ist die Ehrenloge vorgesehen. Sie nehmen auf den bereitgestellten Stühlen in der Halle Platz, während die Eltern auf den Zuschauerrängen Ausschau nach ihren Kindern halten, zuwinken und Fotos knipsen.

Das erste, aufgeregte Kribbeln aber verfliegt, als sich die Mitglieder des Schülerchors zu Wort melden, um ihren neuen Mitschüler zu begrüßen. „Vor einem Jahr waren wir in der gleichen Rolle. Alles ist neu, das Gebäude, die Klassenkameraden, die Lehrer“, erklärt Sängerin Alia. Die Fünftklässler aber könnten beruhigt sein. Für jeden neuen Schüler gebe es einen Paten, der den Neuankömmlingen bei Fragen zur Seite stünde. Dass auch die Klassenkameraden dazu da sind, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen, davon handelt das erste Lied. „Sag, was wär’ ich bloß ohne dich, alleine im Unterricht, zehn Jahre lang? Klassenkamerad, bist ein Teil meines Lebens, darum sollten wir uns geben ein wenig Sympathie“, singen die AG-Mitglieder, ehe sie mit den weiteren Liedern „Only one call away“ samt Superman-Choreografie, „Supergirl“ und den „Ich heb ab“-Zeilen aus „Astronaut“ den Fünftklässlern das Gefühl vermitteln, dass sie sich in ihrer neuen Schulumgebung stark und geborgen fühlen können. Dass auch in der EKS viel gelacht werden darf, dass vermitteln zudem die jungen Schauspieler der Theater-AG, die unter der Leitung von Christine Andes einen humorvollen Einblick in die Abläufe der Proben geben.

In der Schule darf auch gelacht werden

Ein Schüler hat etwas geklaut und bekommt ein schlechtes Gewissen, so die schlichte Handlung, die mal bewusst textunsicher, dann aber sehr professionell zum Besten gegeben wird.

Da beim Gottesdienst in der St.-Peter-Kirche bereits von Ufos die Rede war, lässt es sich Schulleiterin Stephanie Dekker nicht nehmen, Ring- und Mittelfinger zu einem „V“ zu formen, um die neuen Schüler mit dem „Star Trek“-Gruß „Lebe lang und in Frieden“ in Mr. Spock-Manier willkommen zu heißen. Erst im April übernahm Dekker das Amt des ehemaligen Schulleiters Dr. Helmut Kaupe. „Ich weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, an eine neue Schule zu kommen. Was es mit einem macht, mit dem Bauch und mit dem Herzen. In der Grundschule wart ihr die Großen. Nun seid ihr wieder die Kleinen. Jetzt beginnt der Ernst des Lebens, diesen Satz habt ihr in letzter Zeit bestimmt öfter gehört“, erkundigt sich die Direktorin. Und die Kinder antworten mit einem lauten „Ja!“

Sodann vergleicht die Schulleiterin die Entwicklung der Schüler mit einem Kern. „Dieser symbolisiert nun euren Schulbeginn. Aber aus jedem Kern wächst etwas, zum Beispiel eine Sonnenblume, die jeder haben möchte. Und in ein paar Jahren sind wir nicht hier, sondern feiern im Bürgerhaus eure Abschlusszeugnisse“, so Dekker.

Um die Schüler gleich am ersten Tag mit etwas Wissen zu füttern, erteilt sie die erste Hausaufgabe. Eine Recherchearbeit über Erich Kästner, den Namensgeber der Schule. Den berühmten Schriftsteller zitiert Dekker dann selbst fleißig. „Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen sollen büffeln“, sagt sie, um anschließend jedem neuen Schüler persönlich die Hand zu schütteln und in der neuen Schule willkommen zu heißen.

 

 

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