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Das OloV- Konzept


 

Das hehre Ziel „Ausbildungsreife stärken – Berufsorientierung stärken" verfolgt der nationale Pakt für Ausbildung, welchem die Bundesagentur für Arbeit, alle namhaften Wirtschaftsverbände, die KMK sowie weitere Bundesministerien angehören. Dieser Pakt will einen Prozess in Gang setzen, der den Verhältnissen auf dem heutigen Arbeitsmarkt gerecht wird.

 

Und tatsächlich befindet sich unsere Arbeitswelt gerade in einem solchen Umbruch, dass dies weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft heute und in der Zukunft haben wird.

 

Bereits heute beklagen zahlreiche Unternehmen einen Fachkräftemangel, der in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eher zu- als abnehmen wird. Dass viele der angebotenen Ausbildungsstellen u.a. im Banken- und Versicherungsbereich sowie im IT-Bereich 2009 unbesetzt blieben (22% bzw. 21 % Ausbildungsstellen konnten nicht besetzt werden), hatte nicht nur demografische Gründe, sondern resultierte auch aus der mangelnden Ausbildungsreife vieler Schulabgänger. Diese führte ebenso dazu, dass viele Jugendliche ihr Ausbildungsverhältnis vorzeitig kündigten bzw. ihnen vor dem Ende ihrer Ausbildung gekündigt wurde.

 

(Infos wurden der Unternehmensbefragung der IHK entnommen. Vgl.: www.dihk.de/inhalt/download/ausbildungsumfrage_10.pdf, besucht am 27.10.2010).

 

Dieser unguten Entwicklung dürfen wir nicht tatenlos begegnen und deshalb sind alle gesellschaftlichen Institutionen aufgerufen, sich an diesem Ausbildungspakt zu beteiligen und die Ausbildungsreife unserer Jugendlichen stärker zu fordern und zu fördern.

 

Doch was bedeutet eigentlich Ausbildungsreife? Nach dem Kriterienkatalog der Arbeitsagentur wird die Ausbildungsreife folgendermaßen definiert:

 

„Eine Person kann als ausbildungsreif bezeichnet werden, wenn sie die allgemeinen Merkmale der Bildungs- und Arbeitsfähigkeit erfüllt und die Mindestvoraussetzungen für den Einstieg in die berufliche Ausbildung mitbringt. Dabei wird von den spezifischen Anforderungen einzelner Berufe abgesehen, die zur Beurteilung der Eignung für den jeweiligen Beruf herangezogen werden (Berufseignung). Fehlende Ausbildungsreife zu einem gegebenen Zeitpunkt schließt nicht aus, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden kann."( www.pakt-fuer-ausbildung.de, entnommen am 27.10.2010)

 

Zur Bildungsfähigkeit gehören nach diesem Kriterienkatalog die Basiskenntnisse u.a. in Mathematik, Rechtschreibung und Lesen, während die Arbeitsfähigkeit die Summe der sonstigen Faktoren beinhaltet, die einen Menschen dazu befähigen, eine gestellte Aufgabe zu erledigen. Dazu gehören natürlich auch die physischen und psychologischen Merkmale, die Berufseignung sowie die Berufswahlreife des (in unserem Fall: heranwachsenden) Individuums.

 

Wir als EKS-Bürstadt verfolgen mit unserem OloV-Konzept vorrangig das Ziel, unsere Schülerinnen und Schüler zur Ausbildungsreife und gleichzeitig auch zur Berufswahlreife zu führen.

 

Im Folgenden möchten wir unser Konzept vorstellen, in dem die einzelnen Angebote unserer Schule zur Berufsorientierung genauer erläutert werden.