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Barfußpfad


Ein neues Highlight im Schulgarten

Im Rahmen der Projektwoche begannen wir mit dem Bau eines Barfußpfades, der den hinteren, bisher recht verwahrlosten Teil des Schulgartens zu neuem Leben verhelfen sollte.

Dazu wurde am ersten Tag großflächig das Unkraut gejätet, der ungefähre Verlauf des Barfußpfades vermessen und auf dem Boden skizziert, dann eine Erdschicht von ca. 35 cm abgetragen und diese an der Seite zu einem Hügel aufgeschichtet.

    

Am zweiten Tag musste weiterhin Erde ausgehoben werden, während einige Schüler schon schubkarrenweise Kies herbeischafften und in die Grube füllten, beides eine harte, schweißtreibende Arbeit. Gleichzeitig begannen die übrigen, die vom Förster auf die gewünschte Länge zugeschnittenen Baumstämme von Rinde und Splintholz zu befreien.

    

Erst am dritten Tag konnte das Ausheben des Erdmaterials endlich fertig gestellt werden. Die entrindeten Baumstämme mussten mit viel Geschick in die vorbereitete Grube eingepasst, an einigen Stellen abgeschrägt und mit Steinen abgestützt und fixiert werden, um so die Abgrenzung des Barfußpfades und der einzelnen Tastabschnitte zu bilden. Insbesondere der Höhenausgleich der einzelnen Stämme erforderte sehr viel Geduld und gute Zusammenarbeit, bis endlich alles mit Kies aufgefüllt werden konnte.

    

Am vierten Tag wurden die verschiedenen Tastmaterialien angeliefert und schubkarrenweise in die einzelnen Bereiche eingefüllt. Sand und Schottersteinchen waren sehr einfach zu verteilen, sehr viel Geschicklichkeit dagegen erforderte das Auslegen großer Flusskiesel, die eine möglichst ebene Fläche bilden sollten. Außerdem wurden restliche Baumstämme per Hand in kurze Stücke gesägt und aufrecht in einen Tastbereich eingefügt, wieder eine Herausforderung an die Geduld und gute Zusammenarbeit. Die letzte Taststation wurde sorgfältig mit Teichfolie ausgelegt, um dort ein Sandmatschfeld einzurichten. Am Ende des Pfades wurde noch ein Sichtschutz zur Straße angebracht.

    

Die Arbeit war wirklich sehr hart gewesen, umso größer der Stolz der Beteiligten auf das fertige Werk. Abwechselnd führten sich die Schüler gegenseitig über die Felder, mit geschlossenen Augen, um sich ganz auf das Tasterlebnis konzentrieren zu können. Besonders der Abschluss des Pfades, feiner Sand mit Wasser, wurde so genossen, dass der Weg immer wieder durchlaufen wurde. Per Wasserschlauch wurden die Füße anschließend gereinigt.

      

Im Herbst widmete sich die Garten-AG dem seitlich aufgeschütteten Hügel und bepflanzte ihn mit verschiedenen Bodendeckern und Duftpflanzen. Das Areal auf der anderen Seite des Pfades hinter der Kräuterspirale wurde umgegraben und im Frühjahr mit leuchtenden Blumen versehen: Kapuzinerkresse und Ringelblumen wurden ausgesät, später auch Tagetespflanzen gesetzt. So entstand ein Areal in unterschiedlichen gelben Blütenfarben, eine wahre Augenweide.

      

Immer wieder kommen Schülerinnen und Schüler mit ihrer Klasse, um diesen „Garten der Sinne“ zu genießen, sich vertrauensvoll der Führung eines anderen anzuvertrauen und ihren Tastsinn zu erleben. Ganz besonders unsere neuen Schüler der 5. Klassen sind (zusammen mit ihrem Lehrer) herzlich dazu eingeladen.